Steffen in Japan

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Regenzeit

28. Juni 2009 , 56 mal gelesen

Lange habe ich diesen Blog vernachlässigt, obwohl es durchaus etwas zu erzählen gab. Angefangen vom allmonatlichen deutschen Stammtisch, über mein Lieblingshobby Futsal, bis eben hin zur derzeitigen Regenzeit. Aber kann man die Zeit zwischen Juni und Anfang/Mitte Juli wirklich noch Regenzeit nennen?
Ich dachte immer, dass es in der Regenzeit fast täglich in Strömen regnet. In diesem Jahr gab es bis auf ein, zwei Tage, an denen es wirklich sintflutartig regnete, fast keinen größeren Regen.
Einerseits ist das natürlich schön, denn es macht nicht wirklich viel Spaß, mit dem Fahrrad durch den Regen zu fahren und zu hoffen, dass man nicht von einem Blitz getroffen zu werden. So war es im letzten Jahr, als es an mehreren Tagen wirklich gewaltige Gewitter gab. Außerdem steigt die Luftfeuchtigkeit enorm, so dass man schwitzt, ohne sich überhaupt zu bewegen.
Andererseits könnte der mangelnde Regen der Flora hier in Japan ziemlichen Schaden hinzufügen. Die Kirschbäume in Nara sind zum Beispiel bedroht. Sie benötigen das Regenwasser, um den sehr heißen und heißen Sommer zu überstehen.

Nun will ich mal den Teufel nicht an die Wand malen. Wir haben noch Juni, also sind noch ein paar Tage Zeit. Morgen soll es auch ein wenig Niederschlag geben. Vielleicht auch mal mit Blitz und Donner ;)

Wort des Tages: 梅雨 (tsuyu = Regenzeit)
Interessant sind die beiden Kanji (梅 = Pflaume / 雨 = Regen). Es ist sozusagen also der “Pflaumenregen”.
Warum nun das Kanji für Pflaume?
Als Antwort habe ich folgende Erklärung gefunden: Die Regenzeit beginnt normalerweise, wenn die Pflaumen in Japan reifen.

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  • Datum: 28. Juni 2009
  • Kategorie: Aus dem Leben
  • Tags: Regen, Regenzeit, Tsuyu
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  • Ähnliche Beiträge: Der Herbst ist da!, 
  • Autor: Steffel
  • Wörter: 247 Wörter
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Schweinegrippe (etwas verspätet)

3. Juni 2009 , 106 mal gelesen

In letzter Zeit habe ich mich meine Blogs ein wenig vernachlässigt. Es gäbe zwar allerhand zu erzählen, aber irgendwie… egal. Nun möchte ich kurz über die Schweinegrippe schreiben:
Als die Schweinegrippe in Mexiko ausbrach, hatte ich auch so meine Bedenken. Könnte es so ähnlich werden wie die Spanische Grippe, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg in Europa viele Millionen Menschen das Leben kostete? Natürlich sind die Bedingungen heute ganz andere als die von damals.
Die Grippe verbreitete sich recht schnell und gelangte innerhalb weniger Tage nach Amerika. So langsam wurde auch in Europa und eben hier in Japan auch überlegt, wie man sich vor der Grippe schützen kann. An den internationalen Flughäfen wurden die Fluggäste aus Amerika besonders stark unter die Lupe genommen. Mittels Wärmebildkameras und Fragebögen, auf denen man versichern sollte, dass man nicht an irgendwelchen grippeähnlichen Symptomen leidet, sollten erkrankte Personen herausgefischt werden.
Es dauerte aber nicht sehr lange, bis die Schweinegrippe auch hier in Japan zuschlug. Und sie schlug nicht irgendwo zu, sondern gleich hier bei mir in der Nähe. Bei einem Volleyballspiel zwischen Oberschulmannschaften aus Kobe und Osaka wurden gleich mehrere Schüler angesteckt. Zuvor kamen ein paar Oberschüler von einer Reise aus den USA zurück. Genau diese schleusten das Virus nach Japan ein.
Nun brach hier allmählich Panik aus. Jeder kaufte sich Mundmasken, um sich so vor den Grippeviren zu schützen. Nach nur kurzer Zeit waren sämtliche Masken ausverkauft. Ein paar schlaue Köpfe nutzten die Chance und verkauften Masken etwas überteuert auf der Straße oder per Online-Auktion. Ob sie damit Erfolg hatten, weiß ich allerdings nicht.

Als ich am Montag vor zwei Wochen am Osaka-Bahnhof ankam, fühlte ich mich plötzlich sehr komisch. Ungefähr 90% der Leute trugen wirklich eine Maske. Ohnehin schon durch mein nicht-japanisches Aussehen auffallend, fühlte ich mich jetzt noch auffallender als zuvor. Naja, da kann man nix machen. ;)
Auch in den nächsten Tagen gehörte ich zu den wenigen, die keine Maske bei sich hatten. Als ich wieder mal im Zug saß und mir eine ältere Frau, die plötzlich einmal kurz nieste, setzte sich der junge Mann, der neben ihr saß, gleich einen halben Meter weiter weg von ihr.

Hier in Kansai wurden dann mehrere tausend Schulen und auch Universitäten für eine Woche geschlossen, um so die Grippewelle einzudämmen. Dies half aber nicht wirklich. Denn die Schüler und Studenten trafen sich trotzdem, um gemeinsam bei McDonald’s etwas zu futtern oder in einer Karaokebar lauthals zu singen. So kleine Zimmerchen, in denen es kein Fenster gibt, sind doch genau das Richtige für die Viren, um sich zu verbreiten.
Für die Lehrer war die unterrichtsfreie aber keine arbeitsfreie Zeit. Sie mussten zu jedem Schüler fahren und die Hausaufgaben für die versäumte Woche zu bringen. Außerdem gingen sie auch noch durch die Stadt, um nach ihren Schützlingen Ausschau zu halten und sie gegebenenfalls wieder nach Hause zu schicken. Nach einer Woche war diese Aktion trotz anhaltender Infektionen beendet und der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Auch allgemein wurde es wieder nach und nach ruhiger. Immer weniger Leute trugen eine Maske. Mittlerweile ist es wieder fast wie vorher. Einige Leute tragen noch ihre Maske, aber wohl hauptsächlich, um sich vor den Pollen zu schützen. Wie in Deutschland leiden sehr viele hier unter Heuschnupfen. Dagegen helfen die Masken sogar recht gut, was ich aber bei den Grippeviren bezweifle.

Wort des Tages: 豚インフルエンザ (buta infuruenza = Schweinegrippe)

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  • Datum: 3. Juni 2009
  • Kategorie: Aus dem Leben
  • Tags: Grippe, Infektion, Influenza, Maske, Panik, Schweinegrippe
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  • Ähnliche Beiträge: Deutschtreff… oder auch nicht, 
  • Autor: Steffel
  • Wörter: 547 Wörter
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Ein Hauch von Japan… Souvenir aus Finnland

17. Mai 2009 , 185 mal gelesen

Neulich bekam ich von einer Schülerin, ein sehr leckeres Souvenir geschenkt. Sie hatte während der Golden Week eine Reise mit ihrer Mutter durch Norwegen, Finnland und Dänemark gemacht. Wie es in Japan üblich ist, handelte es sich um eine straff organisierte Gruppenreise, bei der wie nach einer Checkliste sämtliche Orte abgefahren werden. Und so kam es, dass ihr Aufenthalt in Finnland fast ausschließlich aus der Warterei auf dem Flughafen oder die Fahrt im Bus bestand. In Norwegen schaute sie sich ein paar Fjorde and und in Dänemark besuchte sie auch nur Kopenhagen.

In Japan ist es üblich, dass man sich mit unzähligen Souvenirs aus den besuchten Ländern, Städten oder Orten einpackt, bevor man sich auf die Heimreise begibt. Dabei wird dann auch recht viel Geld ausgegeben, so dass es bei jeder Touristenattraktion nur so von Händlern und Geschäften wimmelt, die irgendwelchen Schnickschack und mehr oder weniger leckere Speisen und Getränke an den Man / die Frau bringen wollen.

Trotz ihres kurzen Aufenthalts in Finnland entdeckte meine Schülerin ein besonderes Souvenir. Eine Schokolade auf der ganz groß “Geisha” geschrieben stand. Ich denke, die meisten von euch wissen, was eine Geisha ist und woher dieses Wort stammt. Nicht nur der Name, sondern auch die Verpackung erinnerte doch sehr stark an Japan. Rosa und weiß waren die herrschenden Farben und ließen mich sehnsüchtig an eine der schönsten Jahreszeiten in Japan denken - die Kirschblütenschau.
Nicht nur von der Verpackung war ich sehr angetan. Auch der Inhalt ließ in mir Glücksgefühle aufkommen. Schließlich liebe ich Schokolade, besonders, wenn es sich dabei auch noch um Nougatschokolade handelt. :) Die Einschätzung des selbsternannten Gourmets lautet : sehr lecker!

In der letzten Woche bekam ich aber noch mehr Souvenirs von anderen Schülern. Eine Schülerin schenkte mir ein vietnamesisches Bier und Kaubonbons mit ein bisschen “Jack Daniels” Aroma. Die Dose dazu sah zudem noch sehr cool aus. Weiterhin bekam ich noch ein nettes T-Shirt von einer weiteren Schülerin geschenkt. Und es werden wohl noch eine Shirts folgen, denn sie hat unzählige aus vergangengen Tagen, die sie bei ihrer Arbeit oder auf Reisen gekauft bzw. bekommen hat. Alle sind dabei natürlich ungetragen. Ich spare mir somit den Kauf von neuer Sommerkleidung und sie wird die Dinger endlich los ;)

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  • Datum: 17. Mai 2009
  • Kategorie: Essen & Trinken
  • Tags: Finnland, Geisha, Schokolade, Souvenir, T-Shirt
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  • Ähnliche Beiträge: Vorteile meiner Arbeit, 
  • Autor: Steffel
  • Wörter: 366 Wörter
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