Ein Ausflug nach Kobe
Steffel | 5. Juni 2007 | 2.083 mal gelesenAm letzten Samstag bin ich mit Yuko und Maquis-chan nach Kobe gegangen. Dort hatte Kaori, eine Mitschülerin von Maquis-chan im Goethe-Institut, ein Pianokonzert. Kaori lebte für acht Jahre in Deutschland, um dort Musik zu studieren. Aufgrund ihres unglaublichen Talents hat sie es in der Szene schon zu einiger Bekanntheit gebracht. Nun ist sie seit wenigen Wochen wieder in Japan und arbeitet als Klavierlehrerin und gibt Konzerte.
Wir hatten die Ehre, bei einem ihrer Solo-Konzerte ganz vorne zuzuhören. Das Konzert ging über zwei Stunden mit Musikstücken von Mozart, Schubert, Chopin, Barbar (Amerika) und Debussy. Auch für einen absoluten Laien wie mich war das Talent von Kaori leicht zu erkennen. Sie spielte mit viel Gefühl und Leidenschaft. Am Ende des Konzerts wurde sie mehrere Male wieder auf die Bühne “gescheucht”, um sich vor dem Publikum – über 200 Musikliebhaber waren gekommen – zu verbeugen. Auch nachdem sie ein zusätzliches Lied gespielt hatte, war noch nicht Schluss. Wieder wurde sie auf die Bühne gebeten, um noch ein weiteres Stück zu spielen. Wir – aus unserer Position – konnten genau sehen, wie der Mann hinter der Bühne sie mit ein paar schnellen Handbewegungen zum Rückweg “zwang”. Kaori nahm das Ganze mit einem sympatischen Lächeln in unsere Richtung. Ich denke, dass Maquis-chan heute beim Deutschunterricht im Goethe-Institut von ihr schwärmen wird
Nach dem Konzert sind wir drei zum Hafen von Kobe gegangen. Bei herrlichem Wetter lauschten wir einem Trommler, sahen uns eine Nachbildung der Santa Maria an, mit der Christopher Columbus nach Amerika segelte und setzten unseren Weg fort zur China-Town. Dort aßen wir einige leckere chinesische Spezialitäten und durchforsteten die vielen kleinen Läden.
Am Abend gingen wir dann in ein Izakaya, um noch ein wenig zu plaudern. Natürlich bei zwei Pitchern Bier.





