Pasta Tagliatelle
Steffel | 23. November 2008 | 3.169 mal gelesenLetztes Wochenende war ich mit Frau und Kind… nein, es war dann doch nicht unser Kind, sondern eine Kollegin meiner Frau… bei einer Filiale meiner Sprachschule. Diese bietet nämlich neben diversen Sprachen auch Kochkurse an. Und mehrmals pro Jahr gibt es einen besonderen Kurs. Ein Sprachlehrer leitet auf Englisch oder Japanisch so einen “Unterricht”. Diesmal war es unsere Italienischlehrerin, die schon über 30 Jahre in Japan lebt und somit der hiesigen Sprache mächtig ist. Für mich war es eine gute Möglichkeit, mein Vokabular im Bereich Küche und Kochen zu vertiefen.
Zuerst wurde uns kurz der Tagesplan vorgestellt. Aber dann ging es schon ans Eingemachte. Zuerst haben wir den Teig geknetet und anschließend mit einer Rolle so flach wie möglich geplättet, damit die Nudeln später auch schön zart sind. Nachdem alle Teilnehmer ihr Werk mehr oder weniger gut vollbracht hatten, zeigte uns die Italienerin, die auf den schönen Namen Aurora hört, wie man die Soße zubereitet. Zuerst ein wenig Olivenöl, dann Knoblauchzehen und ein paar Packen Fleisch. Dazu dann noch mal ein paar Spritzer Olivenöl. Nun wird kurz umgerührt und ein wenig gewartet. Nach ein paar Minuten kommen dann ein paar Dosen Tomaten dazu, die sich mit ein paar weiteren Spritzern Olivenöl noch besser zu dem restlichen köstlich riechenden Mix gesellen.
Wieder wird gewartet, dabei umgerührt und viel gequatscht. Italienisches Meersalz darf natürlich auch nicht fehlen. Das kann man auch gut mit ein bisschen mehr Olivenöl aufbessern.
Mittlerweile wurde die Pfanne zu klein, so dass Aurora die Hälfte in einen Topf kippte, der dann auf eine eigene Gasflamme gestellt wurde. Kurz mal die Soße angetestet – hmm, es könnte noch ein wenig mehr Olivenöl genommen werden… Ach, was! Kippen wir doch den ganzen Rest der Flasche hinein!
Nach langem Warten war die Soße endlich fertig und die Gäste konnten nach und nach mit wirklich köstlicher Tagliatelle versorgt werden. Mein Chef meinte es wohl gut mit mir, als er mir meinen Becher bis oben hin mit Rotwein eingoss und mich zweimal bat, nochmal von den Nudeln Nachschlag zu holen. Gegen den Befehl des Chefs kann man nichts dagegen tun. Und so füllte sich mein Magen bis zum Rand.
Das Ganze musste dann natürlich abtrainiert werden. Also fuhr ich direkt vom Kochkurs zum Futsalspielen. Zwei Stunden wie wild durch die Halle zu rennen, glichen den übermäßigen Genuss von Nudeln wieder aus.





