Onigiri – eine beliebte Zwischenmahlzeit
Nov 02 2008
Wie jeder weiß, ist für die Japaner Reis das gleiche wie für uns Deutsche die Kartoffel. Japaner verwenden Reis nicht nur bei Sushi, Omuraisu (Reis, umhüllt von Ei) oder Curryreis, sondern auch für einen sehr beliebten Snack für Zwischendurch: Onigiri.
Bei Onigiri handelt es sich um meist dreiecksförmige Reisbälle, die unter anderem mit sauren Pflaumen, diversen Fischsorten, Gemüse oder auch mit Fleisch gefüllt sind. Natürlich wird nicht alles auf einmal in den fast handflächengroßen Reisball gesteckt. Zusätzlich zur Einlage werden Onigiris normalerweise noch mit Furikake (verschiedene Gewürzmischungen für Reis) gewürzt. Meist sind die Reisbälle mit Nori-Algen (getrocknete und geröstete Rotalgen) umhüllt.
Onigiris kann man in jedem Convinience Store (kleine Läden, für Lebensmittel, Zeitungen etc., die es überall gibt) finden. Die dreiecksförmigen Reisbälle sind dabei als Snack beliebter als zum Beispiel Sushi.
Die Verpackung ist übrigens auch sehr interessant. Zuerst reißt man an der Spitze einen Plastikstreichen ab, so dass die Verpackung zweigeteilt ist. Danach nimmt man die beiden getrennten Teile einfach ab und man kann das Onigiri genüsslich verzehren. Grund für diese recht aufwändige Verpackung ist die Nori-Alge. Diese ist getrennt vom Reis, damit sie schön knusprig bleibt.
Auch ich esse in letzter Zeit recht häufig Onigirs, obwohl ich in meiner Familie als Suppenkasper verschrien bin
Dabei muss ich aber zugeben, dass ich (fast) immer nur eine einzige Sorte esse: 鶏唐揚げマヨ (tori-karaage-mayo = fritiertes Huhn mit Mayonaise). Leider gibt es diese Sorte nur in einer bestimmten Ladenkette und dort auch nur ab und zu, so dass ich mir, wenn ich meine Lieblingssorte finde, gleich mehrere davon kaufe.
Solltet ihr mal die Gelegenheit haben, nach Japan zu kommen, müsst ihr unbedingt Onigiri probieren. Das gehört zu einem Japanbesuch dazu!
Wort des Tages: 美味い (umai = lecker; wohlschmeckend)
