Ausflug nach Kyoto
Steffel | 4. November 2008 | 1.718 mal gelesenNach mehrmwöchigem Hin und Her haben wir es nun doch endlich geschafft, nach Kyoto zu fahren. Soweit ich mich erinnere, war ich seit weit über einem Jahr nicht mehr in Kyoto gewesen. Ein Besuch war also schon längst überfällig.
Da ich die Nacht zuvor zwangsweise durchmachen musste und nur knapp 90 Minuten geschlafen hatte, war ich schon vor der Abreise recht fertig. Yuko dagegen sprühte regelrecht vor Energie und Tatendrang. Im Zug versuchte ich kurz zu schlafen, aber ich wurde von einer kleinen frechen Japanerin daran gehindert.
In Kyoto fuhren wir dann im völlig überfüllten Bus zum Ginkakuji (銀閣寺), dem silbernen Pavillon. Der Busfahrer war ein sehr gesprächiger Geselle, der jeden Gast beim Aussteigen eine lustige Botschaft hinterherrief.
Wie in im restlichen Kyoto wimmelte es auch hier von ausländischen Touristen aus der ganzen Welt. Und ich fühlte mich auch (wieder) wie einer. Nachdem wir die 500 Yen Eintritt bezahlt hatten, standen wir vor nur wenige Schritte später vor… einer Baustelle. Leider wird der buddhisitsche Tempel, der 1482 erbaut wurde, gerade komplett restauriert, so dass von dem Tempel kaum etwas zu sehen war. Da war ich dann schon ein wenig enttäuscht. Die schöne Gartenanlage half mir, meine Laune wieder aufzubessern.
Der Herbst ist nun mittlerweile auch in Japan eingekehrt. Viele Bäume erheitern das Gemüt mit ihren gelben, orangenenen und roten Blättern. Einige Hobbymaler saßen auf Steinen oder Bänken und brachten die farbenfrohe Kulisse aufs Papier. Da mir die Zeit und Muße dazu fehlte, knippste ich ein paar Fotos, die ihr nun in meiner Fotogalerie besichtigen könnt.
Wort des Tages: 秋色 (shū-shoku = herbstliche Landschaft)





