Auf nach Kyushu! (Teil 3)
Jan 10
An diesem Tag ließen wir es ein wenig lockerer angehen, da bis auf unseren Rückflug nichts geplant war. Um aber unser Frühstücksbüffett in aller Ruhe genießen zu können, sind wir doch schon gegen 9 Uhr aufgestanden. Als wir in den relativ kleinen Speisesaal kamen, sahen wir eine ebenso kleine Auswahl an verschiedenen Speisen. Mir fiel es schwer, meinen Teller mit genug Essen zu füllen. Schnell ging ich noch zum Kaffeeautomaten und wählte einen Espresso. Ich dachte, dass dieser schön stark sei, aber er schmeckte fast wie Leitungswasser. Ich möchte nicht wissen, wie der normale Kaffee schmeckt. Auch fast alle Speisen schmeckten alles andere als gut. Nicht nur ich verzichtete darauf, mich satt zu essen.
Nach dem kulinarischen Frühstücksgelage verließen wir das Hotel und wanderten zuerst in Richtung Kumamoto Schloss, um vielleicht ein schönes Motiv für ein Foto zu erhaschen. Leider konnten wir auf die Schnelle nichts finden. Stattdessen entdeckten wir ein kleines Neujahrsfest, auf dem diverse Sachen angeboten wurden. Unter anderem wurde dort Mochi (Reiskuchen) zubereitet und kostenlos an die Besucher verteilt. Ein älterer Mann überreichte uns zwei Mochi, die noch warm und sehr weich waren. Die waren wirklich sehr lecker!
Wir verließen den Ort und schlenderten ziellos durch die Stadt, bis wir auf eine größere Einkaufsstraße trafen. Die Straße war teilweise unter Bau. Doch obwohl überall Baugerüste standen, hatten die sich darunter befindenden Geschäfte bereits geöffnet.
Da es weit und breit nichts Interessantes zu sehen gab, kauften wir uns ein Tagesticket und fuhren zum Suizenji-Park, einem der schönsten Orte der Stadt. Als wir durchs Eingangstor kamen, blickten wir auf einen wünderschönen Teich mit vielen Möwen, Enten, Koi und… Japanern. Die meisten standen vor einem Tempel, um für das neue Jahr zu beten. Knapp 70 oder 80 Meter standen die Menschen in der Schlange, und es ging nicht gerade flott vorwärts. Wir stellten uns nicht an, sondern beobachteten die Leute von einer Bank aus.
Nach ein paar Minuten gingen wir weiter und schauten den vielen Kindern zu, die die Vögel und Fische mit Brotkrümeln fütterten. Dabei stellte sich heraus, dass die Koi am wenigsten zu essen bekamen. Die Enten und besonders die Möwen waren einfach zu schnell, zu aggressiv bei der Sache.
Wir spazierten noch ein wenig durch die herrliche Parkanlage und fuhren zurück zur Einkaufstraße, um ein dort zuvor entdecktes Café aufzusuchen, das nicht nur von außen sehr gemütlich aussah. Mein Kaffee wurde zu meiner Verwunderung mit einem großen Becher Schlagsahne serviert. Ich liebe Kaffee und auch Schlagsahne, aber beides miteinander zu vermischen, ist für mich ein Unding. Ich löffelte genüßlich die Schlagsahne, bis ein böser Kellner kam und sie mir wegnahm ![]()
Da es in Kumamoto nicht wirklich viel zu sehen gab, blieben wir ein wenig länger im Café und schwärmten von den beiden vergangenen Tagen.
Langsam wurde es Zeit, sich zum Flughafen zu begeben. Doch bevor wir in den Bus zum Flughafen einstiegen, gingen wir noch schnell ein paar Souvenirs kaufen. Am Flughafen angekommen, ging es direkt zum Flugzeug. Im Gegensatz zum Hinflug, war es auf dem Rückflug nicht ganz so voll. Vom Fenster aus konnten wir den Vulkan Aso mit seinen Rauchwolken beim Sonnenuntergang bewundern. Schade, dass die Kamera im Gepäckfach über uns war…
Nach nur knapp 45 Minuten waren wir schon in Osaka. Diesmal nahmen wir gleich den richtigen Zug und fuhren ohne ein Taxi zu benutzen nach Hause
Eine sehr schöne Reise war damit viel zu schnell zu Ende.
Wort des Tages: 路面電車 (romen-densha = Straßenbahn)

hi, steffel, warum habt ihr mich nicht mitgenommen auf eure reise

ich hab mit großer spannung deinen reisebericht gelesen. klasse!
und was gefräßige möwen betrifft, das kennste ja
ich schick euch nen *knuddel*
mutz
Meine Freundin heißt auch Yuko und kommt aus…Kyushu – witziger Zufall!
Ich hoffe, dass wir diesen Herbst hinfliegen werden….
Gruß, djhousepunk aus dem Embjapan-Forum.