Nun bekomme ich (auch) bald meine 12.000 Yen
Apr 25
Nachdem schon andere in Japan lebende Deutsche (Siehe Blog von Tabibito) den Brief von ihrer Stadt erhalten, konnte ich mich gestern Abend beim Öffnen meines Briefkastens über zwei dicke Briefe freuen. Endlich mal ein paar Briefe! Normalerweise sind nur irgendwelche Rechnungen, Werbeprospekte von Pizzerien, Restaurants oder Zettel mit halbnackten Frauen zu finden.
Hmm… zwei Briefe von der Stadtverwaltung. Was wollen die denn jetzt von uns? Ein wenig nervös öffnete ich den an mich adressierten Brief und staunte nicht schlecht. Nun darf auch ich mich über ein Geldgeschenk in Höhe von 12.000 Yen freuen. So einfach komme ich natürlich nicht ans Geld. Zuerst muss ich ein paar Formulare ausfüllen und diese ans Rathaus schicken.
Im Gegensatz zu den Vorstellungen des japanischen Premierministers, Herrn Aso, werde ich mit dem Geld nicht sofort die Wirtschaft ankurbeln (obwohl diese es bitter nötig hätte), sondern das Geld meinem Sparstrumpf zu essen geben. Der steht nämlich auf Scheine. Der Herr Aso wird seine 12.000 Yen, die er anfangs angeblich nicht wollte, wohl in leckeren Sake oder Shochu investieren, um so Japan aus der Wirtschaftskrise zu helfen.
Ja! Trinken für die Wirtschaft! Das mache ich in knapp einer Stunde
Wort des Tages: 貯金 (chokin = Sparen, Ersparnisse)

Bei mir gab’s deswegen schon Probleme.
Den Brief hab ich vor ca. ner Woche abgeschickt und bekam dann vor ein paar Tagen einen Anruf.
Da alles auf Japanisch war, war’s schwierig alles zu verstehen, aber da ich bei meinem Namen ein Kreuz gemacht hatte, dachten die wohl , ich will das Geld nicht.
Habe das jetzt aufgeklärt und die wollen jetzt auch noch ne Kopie von meiner Gaijincard sehen.
Werde allerdings am Montag nochmal die Frau von meinem Chef dort anrufen lassen, um sicherzustellen, dass die auch alles richtig verstanden haben. Nicht dass ich das Geld am Ende nicht bekomme, wäre sehr ärgerlich
Was wirst du mit deinen 12.000Y machen? *g*
Es ist schon ziemlich umständlich, was man so alles machen muss, um an das Geld zu kommen, nicht wahr
Wie verlief das Telefonat der Frau von deinem Chef mit den Leuten vom Rathaus? Alles geklärt? Ich muss die Formulare noch ausfüllen. Mal schauen, wann ich mich dazu bringen kann
Mit dem Geld werde ich wohl nichts damit machen. Obwohl… ich will mit noch so ein kleines Netbook kaufen, aber das wollte ich eigentlich auch ohne diesen riesigen Geldsegen erwerben.
Was machst du mit der Knete?
Heute habe auch ich meinen Geldsegen in Hoehe von ï¿¥12.000 bekommen. Wurde auf mein Konto ueberwiesen, nachdem ich wohl der erste gaijin war, der den Betrag eingefordert hatte!! Dem Staat wird nichts geschenkt, das steht fest. Werde aber das Geld in Germanien investieren, meine Honda TransAlp braucht ein neues Federbein und ein paar neue progressive Federn fuer vorne, da kommt ein ganz schoener Betrag zusammen. Muss aber gemacht werden, damit diesen Sommer der Hokkaido-”Ausflug” auch two-up, sprich mit Sozia klappt. Und bevor ich hier Apotheker-Preise fuer die Teile bezahle – NEIN DANKE!! Das Geld wird in der alten Heimat investiert!!!
Gruesse von der Insel
Klaus
http://virtulanguage.com