Was tut man nicht fürs liebe Geld
Steffel | 1. Mai 2009 | 2.546 mal gelesenNachdem ich letzte Woche meinen Brief mit den Formularen für das Geldgeschenk Herrn Asos erhalten habe, kam auch vor zwei Tagen ein weiterer Brief, bei dem es um Geld von den Behörden gibt. Damit meine ich den Mietzuschuss für frisch verheiratete Ehepaare, die ihre Zelte in Osaka aufgeschlagen haben.
Fünf Jahre lang gibt es für solche Paare einen Mietzuschuss von 15.000 Yen (115 Euro) pro Monat im ersten Jahr und 20.000 Yen (150 Euro) pro Monat ab dem zweiten Jahr. Aber natürlich gibt es das Geld nicht einfach so. Um es zu erhalten, muss man einige Formulare ausfüllen, um zu beweisen, dass man noch verheiratet ist und noch zusammen wohnt. Natürlich muss man das nicht nur ein Mal ausfüllen, sondern jedes Jahr. Ein Jahr ist nun rum und wir bekommen dann ab dem nächsten Mal jeden vierten Monat also 80.000 Yen anstatt 60.000 Yen. Damit aber noch nicht genug: Jeden Monat müssen wir – oder eigentlich immer ich – zu unserem Vermieter fahren, um einen Stempel von ihm auf einem Formular zu erhalten. Dieses Formular geht dann wieder per Post zum Rathaus.
Der Mietzuschuss war auch der Hauptgrund, warum wir uns eine kleine nette Wohnung in der Nähe Umedas, dem nördlichen Stadtzentrum, genommen haben. Hier sind die Mieten recht happig, aber immerhin bezahlen wir knapp 150 Euro weniger als wir eigentlich zahlen müssten. Ich mag Osaka
Wort des Tages: 新婚 (shinkon =Jungvermählte, frisch Vermählte)





