Ausflug nach Uji
Mai 15 2009
Am letzten Sonntag machten wir einen kleinen Tagesausflug nach Uji, eine kleine Stadt in der Präfektur Kyoto. Dort gibt es einen sehr berühmten Schrein, den Byōdō-in. Das ist ein sehr alter buddhistischer Tempel, der im Dezember 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Wer sich mal die japanischen Münzen etwas genauer angeschaut hat, hat den Tempel schon mal auf der Rückseite der 10 Yen Münze gesehen.
Auf dem Weg zum Tempel kamen wir aber noch an einigen anderen interessanten Orten vorbei. Wir konnten sogar eine sehr traditionelle Hochzeit ganz aus der Nähe beobachten. Weiterhin habe ich zum ersten Mal bei einer Teezeremonie teilgenommen. Da ich nicht wusste, wie die genaue Abfolge ist und welche Fettnäpfchen auf mich lauern, war ich ein wenig angespannt. Drei ältere Damen in traditionellem Kimono bedienten uns nach den Regeln der Teezeremonie.
Wir alle saßen sehr fromm, und obwohl eine der Damen uns anbot, uns so hinzusetzen wie wir wollen, knieten alle weiterhin sehr vorbildlich. Ich natürlich auch. Mein rechter Fuß bekam aber leider einen leichten Krampf ![]()
Zuerst wurde uns ein Mochi (japanischer Reiskuchen) gereicht. Nachdem wir diesen verspeist hatten, reichte uns eine der Damen jeweils eine kleine Schale mit sehr leckerem grünen Tee, der zuvor eigen für uns angefertigt wurde. Das war natürlich nicht irgendein Tee, sondern Uji-cha (宇治茶), der in Japan sehr berühmt ist und für den man recht tief in die Tasche greifen muss.
Gestärkt vom Tee gingen wir nun zum besagten Byōdō-in. Ich versuchte, den Tempel so zu fotografieren wie er auf der Münze zu sehen ist. Das ist gar nicht mal so einfach, da es überall von Bäumen und von Menschen wimmelt, die gerne ein Foto von sich vor dem Tempel haben wollen.
Nun kam der Höhepunkt für Yuko: der Besuch eines sehr angesagten Cafés/Restaurants in Uji. Kaum traten wir in das kleine Haus, staunten wir nicht schlecht. Viele Menschen standen vor dem Café bzw. vor den Verkaufsständen. Dort kann man nämlich nicht nur gemütlich etwas essen und trinken, sondern auch unzählig verschiedene Tees, Kuchen oder andere Süßigkeiten kaufen. Natürlich alles hergestellt mit grünem Tee! Es gab sogar Kitkat in dieser Geschmacksrichtung.
Bevor wir uns die ganzen Verkaufsgegenstände unter die Lupe nahmen, reservierten wir uns erstmal einen Tisch, denn die Warterei könnte längere Zeit auf sich nehmen. Und so war es dann auch. Wir mussten über eine Stunde warten, bis unser Name endlich aufgerufen wurde und wir uns setzen konnten. Wir bestellten uns Soba und Parfait – selbstverständlich aus grünem Tee. Alles war in einem sehr kräftigen Grün, das richtig zum reinbeißen aussah. Glücklich mampfend genossen wir unser Essen und freuten uns, dass wir nicht mehr zu den Wartenden gehörten
Wie zurück daheim, packte ich meine sieben Sachen und verschwand zum Futsal. Dreieinhalb Stunden hinter einem Ball herrennen
Weitere Fotos könnt ihr in meiner Galerie anschauen.
Wort des Tages: 抹茶 (maccha = gruener Pulvertee)

Ich mag solche Beiträge. Auf diese Weise habe ich einen netten Einblick in Japans Kultur und bin nicht völlig unvorbereitet wenn ich euch dann endlich mal besuchen komme. Habe das nämlich immer noch vor.
Im Moment herrscht bei mir noch ein wenig Chaos. Aber sobald sich das gelegt hat plane ich die Reise nach Japan ganz ernsthaft.
Ich freue mich, dass dir der Beitrag gefällt. Ich werde versuchen, auch weiterhin ein paar solcher Beiträge folgen zu lassen
Ich bin auch sehr froh, dass du dein Vorhaben noch nicht aufgegeben hast
Auf deinen Besuch hier freue ich mich auch schon sher. Hoffentlich kannst du dein Chaos bald aus dem Weg räumen und in den Flieger steigen
Jaa, ich hoffe auch das sich das Chaos bald wieder legt.