Auf nach Kyushu! (Teil 1)
Steffel | 5. Januar 2009 | 3.569 mal gelesenErstmal wünsche ich euch allen ein frohes Neues Jahr 2009. Möget ihr gesund bleiben/werden und nur gute Erfahrungen in diesem Jahr sammeln!
Dieses Jahr haben Yuko und ich etwas Besonderes zum Jahreswechsel gemacht: eine Reise. Yuko hatte schon alles fest geplant, was wir wann und wo machen wollen. Am 31. Dezember ging es um 7:55 Uhr mit dem Flugzeug nach Kyushu. Das war für mich das erste Mal, auf einer anderen japanischen Insel als Honshu zu sein.
Der Flug dauerte nur knapp eine Stunde. Kaum hatte man sich ans Flugzeug gewöhnt, schon war man wieder gelandet. Kurz nachdem wir in Oita gelandet waren, schloss der Flughafen. Wir warteten in einem Café auf unseren Bus und schauten uns ein paar Prospekte an. Danach ging es mit dem Bus nach Beppu, wo wir uns zuerst einmal Toriten (鳥天), eine leckere lokale Spezialität, kauften. Diese genossen wir im nächsten Bus, der uns nach Jigoku-meguri führte. Dort schauten wir uns sehr interessante Heißwasserquellen an. Da diese Onsen-Tour eine Gruppenveranstaltung war, mussten wir der sehr flinken Reiseführerin folgen. Einige der anderen Teilnehmer konnten anscheinend dem Tempo der jungen Frau nicht folgen. So kam es, dass beim dritten oder vierten Onsen eine Durchsage kam, dass ein paar der Teilnehmer unsere Gruppe suchten. Die Reiseführerin zählte schnell nach und schaute ziemlich geschockt. Sie machte sich sofort zur Information und sammelte die älteren Herrschaften wieder ein.
Nach den Onsen fuhren wir alleine weiter zum Takasaki-yama, einem Berg, auf dem ca. 1200 Affen leben. Die Affen werden regelmäßig von ein paar Angestellten gefüttert und kommen nur deswegen von oben heruntergelaufen, um sich um die limitierten Erdnüsse zu streiten.
Die Affenpfleger stellten uns die Alphamännchen vor. Die Rangfolge richtet sich, ähnlich wie bei den Japanern, nach dem Alter
Als wir nach knapp einer Stunde genug von den Affen hatten, machten wir uns auf zum letzten Ziel des Tages: unserem Hotel.
Doch der Weg bis zum Hotel war recht lang. Da es in dieser kleinen Stadt an praktischen öffentlichen Verkehrsmitteln mangelt, waren wir auf ein Taxi angewiesen.
Je näher wir dem Hotel kamen, desto erstaunter wurden wir. Das Hotel war wirklich riesig, weit über einen Kilometer lang. Dort gab es wirklich alles. Angefangen von den luxuriosen Zimmern, mehreren Restaurants, Bowling, Kino, Spielhalle, Souvenirgeschäften, bis hin zum Freiluft-Onsen auf dem Dach.
Wir schauten uns eine kostenlose Zaubershow an, die eine Stunde lang ging und die typischen Zaubertricks bot, die man überall im TV sehen kann. Trotzdem war es recht unterhaltsam, da der Hauptdarsteller sehr sympatisch rüberkam.
Anschließend ging es zum Abendessen. Mehrere Angestellte nahmen uns überfreundlich in Empfang. Wir wurden zu einem der wenigen freien Plätze des riesigen Speisesaales (davon gab es zwei!) gebracht. Von nun an hatten wir freie Wahl, denn es gab baikingu (バイキング). Wir konnten also aus einer enormen Auswahl von Leckereien auswählen. Es gab Sushi, Pasta, Steaks, Salate, Käsebällchen, Huhn etc. Die Qualität der Speisen war hervorragend. Wir aßen, bis wir nichts mehr in unsere überdehnten Mägen stopfen konnten. Der einzige Nachteil war, dass die Getränke zu überhöhten Preisen angeboten wurden. Ausnahme waren Kaffee und Tee.
Halb laufend, halb rollend gingen wir zurück auf unser Zimmer und ruhten uns kurz aus. Yuko ging dann zum Onsen, während ich mir K1 (ein Kampfsportturnier) im TV anschaute und mich schnell duschte.
Als Yuko zurück war, kauften wir schnell noch einen Rotwein, damit wir pünktlich zur Jahreswende auf das neue Jahr anstoßen konnten. Nicht viel später ging es dann schon ins Bettchen, da wir am nächsten Morgen früh aufstehen mussten.
Von Feuerwerk und anderen exzessiven Partys gab es weit und breit nichts zu bemerken. In Japan feiert man das neue Jahr eher ruhig mit der Familie und geht in der ersten Januarwoche zu einem Schrein.
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Weitere Bilder findet ihr in meiner Galerie (Passwort benötigt)
Wort des Tages: 牛 (ushi = Kuh, Ochse, zweites Tierzeichen im chinesischen Tierkreis)





