Er lebt noch
Steffel | 25. Mai 2010 | 5.026 mal gelesenJa, dieser Blog ist noch nicht tot, auch wenn hier schon lange nichts mehr geschrieben wurde. Es gäbe schon so einiges zu erzählen, aber wie auch in Deutschland ist der Alltag in Japan nicht so interessant.
Deswegen möchte ich heute nur von meinen neuen Anschaffungen erzählen. Vor knapp zwei Wochen habe ich endlich den großen Schritt gewagt und mir eine digitale Videokamera gekauft – natürlich mit HDMI. Damit möchte ich dann irgendwann auch Videos über (mein Leben in) Japan online stellen. Allerdings werden diese dann nur für meine Familie und gute Freunde zur Verfügung stehen. Noch muss ich mich aber erstmal durch das japanische Menüsystem fuchsen, was nicht unbedingt einfach ist.
Gestern gab es dann die nächste größere Anschaffung, die ich mehr oder weniger zwangsweise erwerben musste. Nachdem ich für knapp über eine Stunde in einem Café in der Stadt verbracht hatte und zurück nach Hause wollte, fand ich mein Fahrrad nicht mehr vor. Auf der verregneten Straße fand ich nur noch einen Zettel vor, auf dem Stand, dass das Fahrrad zur Sammelstelle nach Ichioka (am Arsch der Welt) gebracht wurde. Dies ist mittlerweile schon der dritte oder vierte Mal mit diesem alten Drahtesel. Da er seit dem vorigen Tag auch schon komische Geräusche machte und ich nicht über eine Stunde durch den Regen fahren und laufen wollte, ging ich einfach zum nächsten Fahrradladen und kaufte mir mal endlich ein anständiges Mountainbike. So ein Damenrad ist zwar ganz praktisch, da man seine unzähligen Plastiktüten, die man in den Supermärkten und 24-Stunden-Läden aufgezwungen bekommt, in den vorne angebrachten Korb legen kann. Das bietet mein neuer Liebling leider nicht (das sähe bei einem Mountainbike auch ziemlich uncool aus). Aber dafür habe ich jetzt endlich ein schnittiges Fahrrad mit Gangschaltung und Federung. Jetzt kann ich jeden Morgen wie ein Wilder durch den nördlichen Teil Osakas flitzen und im Notfall auch der Polizei entkommen ![]()
Auf dem Foto ist die Farbe leider nicht so gut zu erkennen. Es ist weinrot-metallic.
Natürlich muss ich ab jetzt gut aufpassen, wo ich mein Fahrrad hinstelle, damit es nicht von den von der Stadt bezahlten Fahrraddieben wieder verschleppt wird. Leider gibt es im Stadtzentrum nicht gerade sehr viele Orte, an denen man sein Zweirad legal abstellen darf…
Wort des Tages: 自転車 (jitensha = Fahrrad)






es lebt noch?


der alte holzmichel lebt also noch und schreibt fleißig weiter.
da fällt mir ein: in furtwangen müsste noch ein Rad von dir stehen
vielleicht lebt das ja noch.
du hast also nen koffer in berlin und ein rad in furtwangen
*knuddel*
Scheint ja ganz gut auszusehen
Sind die Bikes in Japan allgemein Billig oder doch teurer weil diese fast jeder nutzt ?
Hoffe du hast deins schön auf deinen Namen registriert, sonst kanns Probleme mit der örtlichen Staatsgewalt geben.
Also ich finde die Fahrräder hier recht billig. Ein einfaches Fahrrad bekommt man schon für knapp 80 Euro. Mein kleines hat auch “nur” 250 Euro gekostet.
Natürlich lasse ich es auf meinen Namen registrieren. Das wird alles sehr vorbildlich beim Fahrradkauf gemacht