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	<title>Steffen in Japan &#187; Aus dem Leben</title>
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	<description>Ein Berliner auf Abwegen ;)</description>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 04:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Park]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern nach der Arbeit hatte ich das kleine Glück, mit meiner Frau gemeinsam nach Hause zu fahren, da sie zufällig auch in der Nähe meines Arbeitsplatzes ihr Unwesen trieb. Als wir durch den kleinen Spielplatz direkt vor unserem Haus gingen und ich gegen eine kleine Kaffeedose trat, die jemand dort unschönerweise liegen lassen hatte, ertönte [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern nach der Arbeit hatte ich das kleine Glück, mit meiner Frau gemeinsam nach Hause zu fahren, da sie zufällig auch in der Nähe meines Arbeitsplatzes ihr Unwesen trieb. Als wir durch den kleinen Spielplatz direkt vor unserem Haus gingen und ich gegen eine kleine Kaffeedose trat, die jemand dort unschönerweise liegen lassen hatte, ertönte plötzlich ein Vogelzwitschern mit anschließender Frauenstimme, die mich freundlicherweise darauf hinwies, dass dieser kleine &#8220;Park&#8221; allen gehört und ich um diese späte Uhrzeit (es war ca. 19 Uhr) doch etwas leiser sein sollte. Natürlich habe ich nicht noch einmal gegen die Dose getreten. Allerdings ging dieses Gezwitscher mit anschließendem Hinweis und umgekehrt noch knapp eine weitere Minute ohne Pause und war dabei wesentlich lauter als mein kleiner Tritt.<br />
Japaner lieben ja solche Durchsagen. Überall kann man eine nette Frauenstimme hören, die z.B. an jeder U-Bahnstation, bei fast jeder Rolltreppe, im Fahrstuhl etc.<br />
Aber dass man sogar auf so einem kleinen Spielplatz, auf dem gerademal ein kleines Klettergerüst und zwei Schaukeln stehen, hätte ich nicht gedacht. Was man nach vier Jahren am gleichen Wohnort noch alles entdecken kann. Ich bin gespannt, was ich demnächst in meiner Nachbarschaft finden werde.</p>
<p><strong>Wort des Tages:</strong> 安眠妨害 (anminbougai = nächtliche Ruhestörung)</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Fotoshooting am Tag des Sports</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 11:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Jeans]]></category>
		<category><![CDATA[Planet der Affen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche Montag war hier in Japan ein nationaler Feiertag, der sogenannte Tag des Sports (体育の日). Da ich montags sowieso frei habe, konnte ich mit meiner Frau endlich mal einen gemeinsamen Tag draußen verbringen. Wir entschieden uns ins Kino zu gehen, da gerade die Neuverfilmung von Planet der Affen am Start ist. Schon als Kind [...]
No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche Montag war hier in Japan ein nationaler Feiertag, der sogenannte Tag des Sports (体育の日). Da ich montags sowieso frei habe, konnte ich mit meiner Frau endlich mal einen gemeinsamen Tag draußen verbringen. Wir entschieden uns ins Kino zu gehen, da gerade die Neuverfilmung von Planet der Affen am Start ist. Schon als Kind habe ich mit großem Interesse die alten Filme gesehen. Und auch die Neuverfilmung war keine Enttäuschung und zeigte am Ende, dass es wohl in Zukunft noch einen weiteren Teil geben wird.<br />
Nach dem Film sind wollten wir dann zu einem Cafe gehen und über den Film und das Leben philosophieren. Auf dem Weg dorthin bemerkte ich eine hochgewachsene Japanerin, die mich die ganze Zeit anstarrte. Ich fand es zwar komisch, aber machte mir nichts draus. Ein paar Meter weiter wurden wir dann von dieser Dame angesprochen. Sie hielt uns einen Zettel vor die Nase und erzählte uns, dass an diesem Tag ein Jeans-Fest stattfindet und alle, die eine Jeans tragen an einem Fotowettbewerb teilnehmen können. Ich hatte zufällig eine alte Jeans an, die ich noch als Student bei ebay als gebrauchte Hose für ca. 5 Euro ersteigert hatte. Anscheinend ging das also trotzdem durch. Anfangs habe ich noch &#8220;Nein&#8221; gesagt, da mir die Vorstellung, mich vor so vielen Leuten wie ein Model fotografieren zu lassen, zu peinlich war. Aber da ich leider zu selten die Hosen anhabe, gab ich dem Wunsch meiner besseren Hälfte nach und ließ mich dann in einer etwas ruhigeren Ecke aus verschiedenen Seiten fotografieren. Sehr nervös und immer mit dem gleichen aufgesetzten Lächeln überstand ich das Fotoshooting. Welches Foto nun für den Wettbewerb genommen wurde, konnte ich leider nicht entscheiden. Das, meine mittlerweile zu langen Haare, sowie die restlichen Kleidungsstücke, die ich an diesem Tag trug ließen mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Naja, ganz so extrem war es natürlich nicht. Dennoch ärgerte ich mich im Nachhinein, dass ich nicht doch das hübsche Sweatshirt gekauft habe, das ich einen Tag zuvor gesehen hatte und dass ich nicht doch schon zum Friseur gegangen bin. Das habe ich mittlerweile nachgeholt.</p>
<p>Insgesamt wurden für diesen Wettbewerb 500 Leute fotografiert. Einige davon haben sich anscheinend extra dafür in Jeanskleidung geworfen. Die Fotos kann man jetzt im Internet unter <a href="http://www.nu2011autumn.jp/denim" target="_blank" class="liexternal">www.nu2011autumn.jp/denim</a> bewundern und dem besten Foto seine Stimme geben. Von den 500 Teilnehmern werden 10 ins Finale am kommenden Sonntag eingeladen. Dort werden dann drei Profi-Spieler von Gamba Osaka den/die Sieger wählen. Die Teilnahme lohnt sich sogar. Der Gewinner kann also wohl nicht nur diesen Fußballprofis die Hand schütteln, sondern bekommt dazu noch 200.000 Yen, also fast 2000 Euro. Ich glaube zwar nicht, dass ich den Hauch einer Chance habe, aber trotzdem ist die Möglichkeit viel größer als beim Lotto.<br />
Sollte ich ins Finale gewählt werden, kann ich daran aber leider gar nicht teilnehmen, da ich am Sonntag leider den ganzen Tag arbeiten muss <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /><br />
Aber vielleicht schaffe ich es ja, meinen Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass es ja auch eine gute Werbung für die Firma wäre, wenn ich da mit zum Beispiel einem T-Shirt mit dem Firmenzeichen auftauche. Und sollte man mich nach meinem Beruf fragen, könnte ich ja auch noch auf gebrochenem Japanisch ein wenig Werbung machen <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Egal, wie es ausgeht. Es war in jedem Fall eine lustige, interessante Erfahrung <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Wort des Tages:</strong> 話しかける (hanashikakeru = jemanden ansprechen)</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Oans, zwoa, gsuffa!</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 14:20:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Hofbräuhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Oktoberfest]]></category>
		<category><![CDATA[Osaka]]></category>
		<category><![CDATA[Weizenbier]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit letztem Freitag gibt es in Osaka, dort wo auch der alljährliche Weihnachtsmarkt eröffnet wird, am Sky Building in Umeda, das erste Oktoberfest.  Trotz der Gewissheit, dass sich die Preise für Bier, Wurst und Brezel gewaschen haben, sind wir gestern Abend dorthin gegangen, um ein wenig deutsche Atmosphäre zu schnuppern und nach langer Zeit mal [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit letztem Freitag gibt es in Osaka, dort wo auch der alljährliche Weihnachtsmarkt eröffnet wird, am Sky Building in Umeda, das erste Oktoberfest.  Trotz der Gewissheit, dass sich die Preise für Bier, Wurst und Brezel gewaschen haben, sind wir gestern Abend dorthin gegangen, um ein wenig deutsche Atmosphäre zu schnuppern und nach langer Zeit mal wieder ein leckeres deutsches Bier zu genießen.<br />
Auf dem Oktoberfest trafen wir noch ein paar Bekannte, mit denen wir uns dann auf die Suche nach einem Sitplatz machten. Leider stellte sich das als äußerst schwierig heraus. Also kauften wir uns erstmal etwas zu trinken. Unsere Befürchtungen sollten sich bewahrheiten. Der Preis für ein 300ml Gläschen betrug 900 Yen, was nach heutigem Umrechnungskurs immerhin knapp 8,28 Euro sind! Dazu kamen dann noch 1000 Yen Pfand fürs Glas dazu. Aber egal&#8230; man muss auch mal eine Ausnahme machen. Ich kaufte mir einen halben Liter Erdinger Weißbier (für 1.300 Yen) und eine Butterbrezel für 400 Yen. In der Zwischenzeit haben unsere Späher ein Plätzchen ausgemacht, sodass wir dann doch noch im Sitzen unser Bier trinken konnten.<br />
Gegen 20 Uhr kam besonders gute Stimmung auf, als eine japanische Musikantengruppe bayrische Lieder zum Besten gab. Natürlich durfte das Lied &#8220;Ein Prosit der Gemütlichkeit&#8221; nicht fehlen. Alle Japaner und auch Ausländer schwangen ihre Gläser hin und her und nahmen einen kräftigen Schluck von dem überteuerten Gesöff aus Deutschland. Neben den typisch bayrischen Liedern wurde auch getanzt und die Gäste rannten in einer Schlange wie verrückt zwischen den Bänken hin und her.<br />
Natürlich kann diese Kopie des Münchner Oktoberfests mit dem Original nicht mithalten. Dennoch war die Stimmung großartig und wir waren meinem Heimatland an diesem Abend ein kleines Stückchen näher. Auch die vielen japanischen und ausländischen Besucher hatten sichtlich ihren Spaß.</p>
<p><a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/09/Foto.jpg" class="highslideliimagelink" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-748" style="border: 1px solid #cccccc; margin: 2px;" title="Foto" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/09/Foto-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a> <a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/09/Foto%EF%BC%92.jpg" class="highslideliimagelink" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-750" style="border: 1px solid #cccccc; margin: 2px;" title="Foto２" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/09/Foto%EF%BC%92-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a> <a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/09/Foto3.jpg" class="highslideliimagelink" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-751" style="border: 1px solid #cccccc; margin: 2px;" title="Foto3" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/09/Foto3-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a></p>
<p>Ein (mögliches) Heimweh konnte ein wenig gelindert werden. (@Schwesterchen:) Natürlich werde ich trotzdem versuchen, im Dezember/Januar nach langer Zeit mal einen kurzen Besuch in Berlin abzustatten. <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Wort des Tages:</strong> 乾杯 (kanpai = Prost)</p>
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		<title>Bye-bye Cerezo</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 15:15:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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		<category><![CDATA[Yukata]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern abend war ich mal wieder bei einem Ligaspiel meiner japanischen Lieblingsmannschaft Cerezo Osaka. Ähnlich meinem deutschen Lieblingsverein glänzt die Truppe aus Osaka nicht mit guten Leistungen. Immerhin spielen sie (noch) in der ersten Liga. Gestern war ein besonderes Spiel. Das lag nicht unbedingt am Gegner, den Kashima Antlers, sondern an einem Spieler von Cerezo, [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Gestern abend war ich mal wieder bei einem Ligaspiel meiner japanischen Lieblingsmannschaft Cerezo Osaka. Ähnlich meinem deutschen Lieblingsverein glänzt die Truppe aus Osaka nicht mit guten Leistungen. Immerhin spielen sie (noch) in der ersten Liga.<br />
Gestern war ein besonderes Spiel. Das lag nicht unbedingt am Gegner, den Kashima Antlers, sondern an einem Spieler von Cerezo, der sein letztes Spiel für den sympathischen Verein aus Osaka bestritt und von nun an in der zweiten Bundesliga beim VfL Bochum spielen wird: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Takashi_Inui" rel="nofollow" class="liwikipedia">Inui Takashi</a> (乾貴士). Zudem gab es noch eine kleine Aktion: Alle, die in einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yukata" rel="nofollow" class="liwikipedia">Yukata</a> (traditionelles japanisches Bekleidungsstück) tragen, erhalten ein kostenloses <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kakig%C5%8Dri" rel="nofollow" class="liwikipedia">Kakigōri-Eis</a> (かき氷). Zwar besitze ich keinen Yukata, aber dafür Yuchan, die sich den nach Anleitung aus dem Internet angezogen hat. So superleicht sind richtige Yukatas nun auch wieder nicht anzuziehen. Besonders das Umlegen des Gürtels kann ein paar Minuten in Anspruch nehmen, sofern man das nicht geübt ist.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/08/Foto.jpg" class="highslideliimagelink" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-737" style="border: 1px solid #cccccc; margin: 2px;" title="Inui dreht eine Ehrenrunde" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/08/Foto-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a> <a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/08/Foto3.jpg" class="highslideliimagelink" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-736" style="border: 1px solid #cccccc; margin: 2px;" title="Fanblock von Cerezo" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/08/Foto3-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Am Stadion angekommen, bemerkten wir gleich die ungewöhnlich vielen Leute, die sich artig in Reih und Glied anstellten. Wenn gewöhnlich knapp 10.000 Menschen zu einem Heimspiel pilgern, waren es gestern immerhin über 28.000 Fußballbegeisterte. Davon waren wohl die meisten eher wegen Inui Takashi gekommen und nicht wegen der Chance auf ein kostenloses Eis. Das konnte man leicht daran erkennen, dass es nur wenige Leute gab, die sich beim feuchtwarmen Wetter in einen Yukata geschlüpft sind.<br />
Zurück zu den vielen Leuten&#8230; Anscheinend ist man so einen Ansturm nicht gewohnt. Denn der Einlass war sehr chaotisch. Wir stellten uns in die lange Reihe der Wartenden, die mehrmals verschleift war. Im Laufe der Zeit vermischten sich die Leute, sodass man nicht mehr durchsah, wohin man eigentlich gehen soll, um endlich ins Stadion zu kommen. Erstaunlich wie brav die Japaner sich anstellten und fast keinen Mux von sich gaben. Nur wenige äußerten sich kritisch über die schlechte Organisation.<br />
Nach über 30 Minuten waren wir endlich im Stadion und konnten zu unseren Plätzen gehen, die ein japanischer Freund von uns durch Mut und Einsatz seines Lebens für uns freigehalten hat. Wenige Sekunden vorm Anpfiff saßen wir also auf unseren Plätzen und hofften auf ein gutes Spiel unserer Mannschaft.<br />
Es fing auch ganz gut an. Cerezo ging durch den Star des Abends, Inui Takashi, mit einem schönen Tor recht früh in Führung. Aber wie fast immer, wenn ich im Stadion bin, endet es eben nicht mit einem Sieg. So war es leider auch heute&#8230; Und heute war es besonders schlimm, da besonders die beiden Koreaner bei Cerezo einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten. Speziell der Torwart, der immerhin Nationalspieler Koreas ist, leistete sie gleich zwei große Fehler und war auch beim dritten Gegentreffer nicht gerade gut auf dem Posten.<br />
Am schlimmsten war das Ausgleichstor, das eine Kopie eines Tores des letzten Bundesligasaison war. Leider weiß ich nicht mehr, bei welchem Spiel das Tor fiel. Kim Jin-hyun, der Torwart von Cerezo, hielt den Ball in der Hand und dachte nun daran, einen weiten Abschlag zu machen. Er legte sich den Ball zurecht, ohne zu wissen, dass direkt hinter ihm ein gegnerischer Spieler genau auf diese äußerst dumme Unachtsamkeit lauerte. Kaum lag der Ball auf dem Boden, schnappte sich der Gegenspieler den Ball, legte sich den Ball noch schnell zurecht und erzielte völlig freistehend das Tor. Unfassbarkeit bei den Fans im Stadion.<br />
Sozusagen mit dem Pausenpfiff fiel dann auch noch das 2:1 für den Kashima. Durch eine schwache Abwehrleistung und eben einen schwachen Keeper konnten die Kashima Antlers nun mit einer Führung in die Pause gehen.</p>
<p>Die zweite Halbzeit sah nicht besser aus. Zuerst verschoss der andere koreanerische Nationalspieler Cerezos, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kim_Bo-kyung" title="Kim Bo-kyung" rel="nofollow" class="liwikipedia">Kim Bo-kyung</a> einen Elfmeter. Dann war es wieder der Torwart, der zu weit vorm Tor stand und somit einen Fernschuss nur noch unwesentlich abfälschen konnte und damit auch für das dritte Gegentor hauptverantwortlich war.<br />
Bis auf mein allererstes Spiel, das ich live im Stadion verfolgt habe, konnte ich bisher noch keinen Sieg Cerezos genießen. Der Gegner beim einzigen Sieg war eine indonesische Mannschaft, geradeso mit 2:1 geschlagen wurde.</p>
<p>Trotz der miserablen Vorstellung am gestrigen Sonntag gab es noch eine kleine Abschiedszeremonie für den diesjährigen Superstar bei Cerezo. Schon im letzten Jahr wurde ja ein sehr talentierter Spieler von einem deutschen Verein verpflichtet: Kagawa Shinji. Der Ausverkauf geht also weiter. Leider erhält Cerezo nicht gerade viel Geld, das man investieren könnte, da japanische Spieler leider (noch?) keinen hohen Marktwert haben.</p>
<p><strong>Wort des Tages: </strong> 別れ (wakare = Abschied)</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ausverkauft</title>
		<link>http://blog.magnifiq.net/japan/2011/04/03/ausverkauft/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 08:32:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Benefizspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[japanische Nationalmannschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Osaka]]></category>
		<category><![CDATA[Team As One]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Überschrift und dem Bezug zu Japan in der jetzigen Zeit könnte man schnell auf die Idee kommen, dass ich jetzt etwas über die Hamsterkäufe der Leute zum Beispiel in Tokio schreiben möchte. Aber weit gefehlt! Am vergangenen Dienstag gab es hier in Osaka ein großes Ereignis, zu dem unzählige Fußballinteressierte gerne gegangen wären, [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Überschrift und dem Bezug zu Japan in der jetzigen Zeit könnte man schnell auf die Idee kommen, dass ich jetzt etwas über die Hamsterkäufe der Leute zum Beispiel in Tokio schreiben möchte. Aber weit gefehlt!<br />
Am vergangenen Dienstag gab es hier in Osaka ein großes Ereignis, zu dem unzählige Fußballinteressierte gerne gegangen wären, wenn es genügend Karten gegeben hätte. Leider waren die insgesamt 47.000 Karten (so habe ich es jedenfalls gehört) innerhalb einer Stunde restlos ausverkauft. Ich kann von großem Glück reden, dass ich eine (in letzter Zeit) Fußball begeisterte Frau an meiner Seite habe, die sich im Internetverkauf gegen viele Tausende Menschen durchsetzen konnte. Somit konnten wir also an diesem Dienstagabend ins Nagai-Stadion gehen, wo die japanische Nationalmannschaft gegen eine Auswahl der J-League zu einem Benefizspiel für die Opfer des Erdbebens und des Tsunami trafen. Um dort überhaupt hingehen zu können, musste ich auch ein wenig tricksen und meine Termine etwas verschieben. Zum Glück habe ich es am Tag zuvor noch irgendwie geschafft, so dass nichts mehr im Wege stand.</p>
<p>Als wir zum Stadion kamen, waren die meisten Zuschauer schon anwesend, obwohl wir auch immerhin eine Stunde vor Anpfiff dort ankamen. Wir hatten großes Glück, dass wir noch zwei freie Plätze direkt hinter dem Tor ergattern konnten. Der junge Mann neben uns sagte, dass er schon seit 15 Uhr (also über vier Stunden vor Anpfiff) auf seinem Sitz verharrte.</p>
<p>Vor dem eigentlichen Spiel gab es natürlich noch ein kleines Vorprogramm. Die Nationalhymne wurde von Kuraki Mai gesungen und es wurde eine Schweigeminute eingelegt. Das ganze Stadion war plötzlich mucksmäuschenstill. Ich schloss meine Augen und machte mir Gedanken um Fukushima und die Präfekturen, die von den beiden großen Naturkatastrophen betroffen sind. Dabei kam bei mir dann schon große Trauer auf und ich konnte mir die Tränen geradeso noch verkneifen. Im alltäglichen Leben sieht es da schon ganz anders aus. Ich kann alles mit einem recht großen Abstand betrachten. Damit meine ich nicht (nur) den räumlichen Abstand von rund 700km. Es ist schon erstaunlich, wie der Mensch Probleme und Sorgen verdrängen kann.<br />
Nach genau 60 Sekunden kam das Signal, dass das Ende der Schweigeminute bedeutete, und sofort wurde es wieder sehr laut im Stadion. Die Fans in der Nordkurve schwingen die Fahnen und sangen dazu viele verschiedene Lieder. Die Fans in der Südkurve waren dagegen etwas gemäßigter.</p>
<p>Wenig später kam es dann zum Anpfiff. Und das Spiel begann gleich sehr rasant mit einem guten Angriffsversuch von Honda Keisuke, der gebürtig aus dieser Region stammt und bei den Japanern sehr beliebt ist.<br />
Nur wenig später fiel dann auch schon das erste Tor für die japanische Nationalmannschaft. Endo Yasuhito, der für Gamba Osaka spielt, erzielte mit einem herrlichen Freistoß die Führung für die Nationalelf. Vielleicht hätte ein Oliver Kahn den Ball abwehren können. Aber das sind nur vage Spekulationen <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Den Samurai Blue, wie die japanische Nationalmannschaft auch genannt wird, wurde wenig später ein weiterer Freistoß zugesprochen, den diesmal aber Honda Keisuke ausführen sollte. Dieser scheiterte aber kläglich. Der Ball flog weit über das Tor. Na so einen Schuss hätte ich wohl auch noch hinbekommen.<br />
Der Stuttgarter Okazaki Shinji machte es nur wenig später besser, indem er einen sehr guten Pass mit einen kleinen Heber ins Tor versenkte und somit die Führung auf 2:0 erhöhte. Bis zur Pause passierte dann nicht mehr viel. Die J-League Allstars waren sehr bemüht, den Ausgleich zu erzielen, kamen aber oftmals nicht bis in den Strafraum. Wenn doch, war dort neben der heute gut aufgelegten Nr.1 im Tor, Kawashima Eiji, auch noch eine sichere Abwehr.</p>
<p>In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie etwas. Das lag wohl größtenteils an den vielen Auswechslungen zur und während der Halbzeit. Fast die komplette Nationalmannschaft wurde ausgewechselt. Und somit bekamen die Nachwuchsspieler auch noch eine Chance, sich zu beweisen.<br />
Gegen Mitte der Halbzeit kam dann der Nationalheld und Rekordtorschütze Miura Kazuyoshi, der auch King Kazu genannt wird, unter tobenden Applaus ins Spiel. Schon zuvor hatten wir das Glück, dass er sich auf unserer Seite einige Minuten lang aufwärmte und gelegentlich in unsere Richtung winkte.<br />
Der mittlerweile schon 44-jährige, der immer noch in der 2. japanischen Liga aktiv ist, machte einen guten Eindruck und konnte sich auch das ein oder andere Mal gegen die aktuellen Nationalspieler im Zweikampf durchsetzen.<br />
Vor dem Spiel hatte er versprochen, bei einem Tor einen Tanz vorzuführen. Und wie es der Zufall (oder die Absprache) wollte, erzielte er noch den Ehrentreffer für die Allstars, so dass die Zuschauer in den Genuss seiner Tanzkünste kamen.<br />
Das Spiel endete schließlich nach einminütiger Verlängerung mit 2:1 für die Nationalmannschaft. Auf manch einer deutschsprachigen Seite (www.goal.com) wurde als Ergebnis auch ein 2:2 angegeben, obwohl sogar im gleichen Artikel behauptet wurde, nach dem Spiel direkt mit den Spielern ein Interview geführt zu haben. Da frage ich mich wirklich, wie es zu so einem peinlichen Fehler kommen kann. Dabei handelte es sich nicht um einen einfachen Schreibfehler, denn im gleichen Satz wurde auch noch das Wort „Unentschieden“ erwähnt.<br />
Da könnte man gleich auch auf die äußerst gelungene und seriöse Berichterstattung vieler deutscher Medien (schönen Gruß an Herrn Hetkämper &amp; Co…) zurückkommen. Anscheinend gibt es doch noch ein paar Paralleluniversen, wo das Leben ein wenig anders abläuft als in dieser Welt…<br />
<a class="highslide img_14" href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/04/Bild01.jpg" onclick="return hs.expand(this)"><br />
<img class="alignnone size-thumbnail wp-image-727" style="border: 1px solid #cccccc; margin: 2px;" title="Japan vs. Team As One" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/04/Bild01-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a><strong><a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/04/Bild02.jpg" class="highslideliimagelink" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-728" style="border: 1px solid #cccccc; margin: 2px;" title="Aufstellungen" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/04/Bild02-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a><a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/04/Bild03.jpg" class="highslideliimagelink" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-729" style="border: 1px solid #cccccc; margin: 2px;" title="Vor dem Anstoß" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/04/Bild03-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a><br />
</strong><br />
Nach dem Spiel gab es dann noch die üblichen Interviews mit den besten Spielern beider Mannschaften und den beiden Trainern. Anschließend drehten alle Beteiligten eine Runde durch das Stadion. Sie hielten zwei mit Schriftzügen bedruckte Planen. Eine auf Japanisch, die andere auf Englisch. Sie bedankten sich für die Hilfe der Menschen aus aller Welt.<br />
Übrigens haben Andreas Neuer, Bastian Schweinsteiger und auch Thomas Müller vor dem Spiel eine Videobotschaft an die Zuschauer übermittelt.<br />
Das Benefizspiel brachte mit den knapp über 40.000 Zuschauern etwa 6 Millionen Yen ein. Das ist natürlich super, aber aufgrund der enormen Ausmaße der Katastrophe nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Trotzdem, war es eine gelungene Aktion und ich begrüße die Entscheidung vom FC Bayern München, ein weiteres Benefizspiel hier in Japan auszutragen. Hoffentlich findet dieses dann auch hier in Osaka statt. Dann bin ich wieder dabei!<br />
<strong><br />
Wort des Tages:</strong> 黙祷 (mokut<em>ō</em> = stille Andacht, also sozusagen: Schweigeminute)</p>
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		<title>Schwere Zeiten&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 17:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
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		<description><![CDATA[Zuerst einmal möchte ich mein herzliches Beileid für alle Erdbeben- und Tsunamiopfer ausdrücken. Was in den letzten sieben Tagen los war, ist eigentlich mir immer noch nicht begreiflich. Obwohl ich auch in diesem Land wohne, geht hier &#8211; über 600 km von Fukushima entfernt  - das Leben seinen (fast) normalen Gang. Hier in Osaka war [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst einmal möchte ich mein herzliches Beileid für alle Erdbeben- und Tsunamiopfer ausdrücken. Was in den letzten sieben Tagen los war, ist eigentlich mir immer noch nicht begreiflich. Obwohl ich auch in diesem Land wohne, geht hier &#8211; über 600 km von Fukushima entfernt  - das Leben seinen (fast) normalen Gang. Hier in Osaka war das große Beben teilweise auch zu spüren gewesen, je nachdem, wo man sich befand.. Während meine Frau in ihrem Büro das Beben recht stark zu spüren bekam, habe ich davon erst im TV erfahren, obwohl ich nur einige 100 Meter von ihr entfernt war.<br />
Mein Schwager war am Tag des Erdbebens in Sendai auf Geschäftsreise, also genau mittendrin. Zum Glück ist ihm nichts passiert, so dass er zwei Tage später über Umwege wieder nach Tokio zurückkehren konnte. Da sein Handy leer war, konnten wir mit ihm nicht in Kontakt treten. Zum Glück kam dann doch noch eine Mail, in der er schrieb, dass es ihm gut geht.</p>
<p>Über das Erdbeben und über das, was in Tokio los ist/war, selbst kann ich nicht berichten. Ich verweise aber auf den Blog von <a href="http://www.tabibito.de/japan_blog/blogs/index.php" target="_blank" class="liexternal">Tabibito</a> aus Tokio verweisen, der sehr detailliert über seine Erlebnisse und über die Lage in Japan allgemein berichtet.</p>
<p>Die Naturkatastrophen haben zwar in Osaka keinen direkten Schaden angerichtet, aber man merkt die Auswirkungen schon. Auch bei mir auf Arbeit merkt man die Auswirkungen. Natürlich wird man mit den katastrophalen Folgen konfrontiert, wenn man den Fernseher anschaltet. Die ersten Tage lief fast den ganzen Tag über etwas zur Katastrophe in Nordostjapan. Mittlerweile hat die Berichterstattung aber etwas nachgelassen, auch wenn sich die Lage im AKW Fukushima nicht wirklich verbessert hat.</p>
<p>Einige meiner ausländischen Bekannten haben Japan schon verlassen, teilweise nur für kurze Zeit, manche werden wohl nicht mehr zurückkommen. Ob diese Entscheidung vorschnell oder berechtigt war, mag ich nicht beurteilen. Für mich stand und steht aber fest, dass ich hier bleibe, auch wenn sich die Situation noch verschlimmern sollte. Natürlich würde ich die Flucht ergreifen, sollte es eine ernste Gefahr für mich hier in Osaka bestehen. Dann würde ich vielleicht zu meinen Schwiegereltern fahren, die noch einige 100 km westlich wohnen.<br />
Warum ich Japan nicht verlassen möchte, hat einige Gründe. Wie schon angedeutet, sehe ich derzeitig keine wirkliche Gefahr für Osaka. Ein anderer wichtiger Grund ist, dass ich hier meine Familie habe und ich mich nach den Jahren, die ich mittlerweile schon hier lebe, Osaka als mein Zuhause ansehe. Außerdem habe ich hier meine Arbeit, der ich nachgehen muss und auch will.</p>
<p>Heute bin ich wegen einer Visumsangelegenheit  zur Einwanderungsbehörde in Osaka gegangen. Ich hatte mir schon gedacht, dass es etwas voller werden könnte. In den Nachrichten hat man ja schon seit Tagen gehört, dass viele Ausländer, die für längere Zeit in Japan leben, sich eine Wiedereinreisegenehmigung holen wollten, damit sie, falls sich die Lage wieder bessert, zurückkommen können.<br />
ich war aber dann doch etwas überrascht, dass es dann so viele Leute waren, die das Land verlassen wollen. Teilweise kamen sie mit großen Koffern zum Amt, um im Anschluss den Flieger ins Heimatland zu nehmen.<br />
Die Leute waren alle sehr geduldig. Trotzdem ging es aufgrund der vielen Menschen etwas chaotisch zu. Für eine sehr einfache Angelegenheit, die normalerweise 10 Minuten in Anspruch nimmt, brauchte ich diesmal fast drei Stunden.</p>
<p>Ich möchte noch kurz zum Schluss etwas zu den deutschen Medien sagen. Die Berichterstattung ist teilweise purer Sensationsjournalismus. Die Situation im Nordosten von Japan ist extrem. Aber auf welche Art und Weise darüber berichtet wird, ist teilweise einfach nur peinlich. Ja, es gibt Hamsterkäufe in Tokio und die Menschen sind natürlich auch nervös und ersehnen sich ein gutes und schnelles Ende der Katastrophe. Aber dass die Straßen menschenleer sind und dass alle Menschen in Japan Hunger und Not leiden müssen, stimmt nicht. In den weiter entfernten Gebieten gehen die Menschen ihrem Alltag nach, haben genug zu Essen und Trinken und ein warmes Heim. Hier fahren die Bahnen und Busse normal weiter und die Supermärkte etc. haben wie sonst auch geöffnet.<br />
Das liegt allerdings auch daran, dass das Stromnetz in dieser Gegend ein anderes ist als das in Tokio und Umgebung. Das ist in so einer Situation wie dieser wirklich bedauerlich&#8230;</p>
<p>Naja, ich hoffe, dass mein Geburtstag heute für alle Menschen, die von der Katastrophe betroffen sind, ein guter Tag wird, indem die vielen mutigen und hart arbeitenden Rettungskräfte die Gefahr, die vom AKW in Fukushima ausgeht, beseitigen können und die Menschen und das Land sich auf den schweren und langwierigen Wiederaufbau konzentrieren können.</p>
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		<title>Cerezo Osaka</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 15:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Cerezo]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Kagawa Shinji]]></category>
		<category><![CDATA[Pimpao]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute nach der Arbeit bin ich zum ersten Mal zu einem Fußballspiel in Japan gegangen. Trotz einiger Verspätung kam ich in den Genuss asiatischen Fußballs und sogar einer großen Überraschung. Dortmunds Neuentdeckung Shinji Kagawa kam in der Halbzeitpause unter tobenden Applaus und an Krücken ins Stadion und hielt eine kleine Rede. Wer hätte das gedacht, [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nach der Arbeit bin ich zum ersten Mal zu einem Fußballspiel in Japan gegangen. Trotz einiger Verspätung kam ich in den Genuss asiatischen Fußballs und sogar einer großen Überraschung. Dortmunds Neuentdeckung Shinji Kagawa kam in der Halbzeitpause unter tobenden Applaus und an Krücken ins Stadion und hielt eine kleine Rede. Wer hätte das gedacht, dass ich einen Bundesligaspieler hier in Osaka direkt vor meinen Augen zu sehen bekomme.</p>
<p>Nun aber zum Spiel: Wir kamen ungefähr 20 Minuten zu spät ins Stadion. Damit waren wir aber nicht die letzten. Allerdings waren im Vergleich zu Deutschland nur recht wenige Fans vor und dann auch später im Stadion (10.865 zahlende Zuschauer), obwohl es sich um ein Spiel der asiatischen Championsleague handelte.<br />
Auch bei der Eingangskontrolle ging es ein wenig anders zu als in Deutschland. Ich musste nur meinen Rucksack kurz aufmachen, der nette Herr schaute flüchtig rein und winkte mich durch. Feuerwerkskörper, Getränke oder sogar Waffen könnte man ohne Probleme ins Stadion schmuggeln.<br />
Aber anscheinend gibt es solche &#8220;Fußballfans&#8221; wie es sie in Deutschland leider doch noch recht häufig zu finden sind nicht oder nur sehr wenige. Die Atmosphäre im Stadion war auch sehr angenehm. Bis auf die Fankurve war es eigentlich sehr ruhig im Stadion. Aber auch die harten Fans waren gelegentlich sehr ruhig, feuerten ihr Team aber frenetisch an, als die Fußballer von Cerezo die Hilfe der Fans benötigten. Denn kurz nach Wiederanpfiff gab es einen Elfmeter für die unterlegenden Indonesier, die diese einmalige Chance eiskalt ausnutzten. Zum Glück für Cerezo war der Angreifer Pimpao, der auch schon das erste Tor geschossen hatte, zur Stelle und kickte in der 76. Minute zum verdienten 2:1 ins Tor.<br />
Die Indonesier waren keinesfalls ungefährlich. Unnötige Abwehrfehler brachten sie ein paar Mal gefährlich vors Tor. Aber dank der Abschlussschwäche (wie bei Eintracht Frankfurt derzeitig&#8230;) konnten die Gastgeber die Führung bis zum Abpfiff retten.</p>
<p>Insgesamt muss ich sagen, dass sich der Ausflug ins Stadion sehr gelohnt hat, obwohl es nicht gerade das beste Wetter war und ich bis abends arbeiten musste. In Zukunft werde ich öfters zu Spielen von Cerezo Osaka gehen. Irgendwie bin ich jetzt ein kleiner Fan geworden. Leider sind die Vereinsfarben nicht wirklich mein Fall. Diese sind nämlich Rosa und Blau &#8211; eine eher ungewöhnliche Kombination. Allerdings gibt es dafür auch einen Grund. &#8220;Cerezo&#8221; ist ein spanisches Wort und bedeutet übersetzt &#8220;Kirschbaum&#8221;. Und Kirschbäume sind ja für Japaner etwas ganz Besonderes. (Bald ist auch wieder die Kirschblütenzeit!). Blau steht für die Farbe der Flüsse, die durch Osaka fließen.</p>
<p>Auf den Fotos unten sieht man, dass das Stadion, in welches knapp 50.000 Zuschauer reinpassen, ziemlich leer ist. Es handelte sich bei diesem Spiel zwar um die asiatische Championsleague, aber anscheinend war das Interesse an diesem Spiel nicht besonders groß, da der Gegner wohl nicht besonders attraktiv war. Ganz anders sieht es am Samstag aus, wenn der Lokalrivale und Erzfeind Gamba Osaka (bei manchen Fans von Cerezo Osaka auch &#8220;Gamba Suita&#8221; genannt) kommt.<br />
Ich wäre ja gerne hingegangen, aber zwei Gründe sprachen dagegen: Ich muss leider arbeiten und die Karten sind seit einiger Zeit ausverkauft&#8230; Schade.</p>
<p><a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/03/Cerezo01.jpg" class="highslide" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-713" style="margin: 2px; border: 1px solid #cccccc;" title="Cerezo Osaka" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/03/Cerezo01-150x150.jpg" alt="Die Fans von Cerezo" width="120" height="120" /></a> <a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/03/Cerezo02.jpg" class="highslide" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-714" style="margin: 2px; border: 1px solid #cccccc;" title="Cerezo Osaka" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/03/Cerezo02-150x150.jpg" alt="Shinji Kagawa in der Halbzeitpause" width="120" height="120" /></a><a href="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/03/Cerezo03.jpg" class="highslide" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-715" style="margin: 2px; border: 1px solid #cccccc;" title="Cerezo Osaka" src="http://blog.magnifiq.net/japan/wp-content/uploads/2011/03/Cerezo03-150x150.jpg" alt="Szene aus dem Spiel" width="120" height="120" /></a></p>
<p><strong>Wort des Tages:</strong> サッカー選手 (sakkā senshu = Fußballspieler)</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gesundheitscheck</title>
		<link>http://blog.magnifiq.net/japan/2011/02/22/gesundheitscheck/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 10:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitscheck]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute bin ich zum ersten Mal zu einem Gesundheitscheck gegangen. Viele, wenn nicht sogar die meisten, Arbeitgeber hier in Japan bezahlen schicken ihre Mitarbeiter jährlich zu so einer Untersuchung. Leider gehört mein Arbeitgeber nicht dazu&#8230; Von daher habe ich mich bis jetzt noch nicht auf irgendwelche gesundheitlichen Probleme untersuchen lassen. Aber nach ein paar familiären Vorfällen, [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bin ich zum ersten Mal zu einem Gesundheitscheck gegangen.<br />
Viele, wenn nicht sogar die meisten, Arbeitgeber hier in Japan bezahlen schicken ihre Mitarbeiter jährlich zu so einer Untersuchung. Leider gehört mein Arbeitgeber nicht dazu&#8230; Von daher habe ich mich bis jetzt noch nicht auf irgendwelche gesundheitlichen Probleme untersuchen lassen. Aber nach ein paar familiären Vorfällen, dachte ich mir, dass es besser wäre, mich ab diesem Jahr regelmäßig einem solchen Test unterziehen zu lassen.<br />
Heute war es nun so weit. Um 8:20 Uhr war ich im nahe gelegenen Krankenhaus. Dort musste ich mich dann umziehen und gleich mal die Toilette zur Urinabnahme begeben. Anschließend wurde mein Gewicht und meine Größe gemessen und nebenbei noch drei Blutproben entnommen. Komischerweise habe ich mich am meisten vor der Messung meiner Körpergröße gefürchtet. Die letzte offizielle Messung liegt nun mittlerweile fast 15 Jahre zurück. Damals, mit 16 Jahren, überragte ich mit 180,6cm knapp die magische Grenze.<br />
In letzter Zeit habe ich öfters zu hören bekommen, dass ich keine 1,80m sei. Und &#8211; auch wenn es ein Tick von mir ist &#8211; ist es für mich sehr wichtig, eben nicht darunter zu liegen. Zu meiner Überraschung bin nach meinem 16. Lebensjahr anscheinend doch noch einmal minimal gewachsen. Denn die heutige Messung  stolze 181,4cm <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Und nun ist die damals leicht aufgerundete Angabe im Personalausweis gerechtfertigt <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass Ich normalerweise nicht in einer so gestreckten Körperhaltung durch die Straßen Osakas umherschweife.</p>
<p>Nach diesen ersten Tests ging es zum Röntgen, was im Nu vonstatten ging. Anschließend waren die Augen dran. Den Anweisungen der netten Krankenschwestern konnte ich zwar folgen, aber deren Erklärungen zu den einzelnen Tests nicht immer. So war es für mich ein kleiner Schock, als mich plötzlich ein Luftstoß ins Auge zum Zucken brachte. Danach ging dann die große Raterunde los. In welcher Richtung ist das große C geöffnet. Anscheinend sind meine Augen, besonders mein linkes Auge, noch recht gut. Eine Brille ist also immer noch nicht von Nöten. Mit ca. 18 Jahren hatte ich zwar mal eine, aber die hat recht schnell das Zeitliche gesegnet, nachdem ich mich aus Versehen auf sie gesetzt habe. Sachen passieren&#8230;</p>
<p>Weiter ging es in die dritte Etage, wo meine Nieren und andere Organe in der Nähe via Ultraschall und mein Lungenvolumen etc. untersucht wurde. Danach stand die eigentlich unangenehmste Untersuchung an: Mein Magen und die Speiseröhre wurden auf ihre Funktionstüchtigkeit untersucht. Dazu musste ich zu erst ein sehr saures Pulver schlucken, das in Verbindung mit Wasser in meinem Magen richtig zu sprudeln begann. Ich sollte dann versuchen, die Rülpser zu unterdrücken, was gar nicht mal so einfach war. Neben diesem Pulver musste ich noch eine dickflüssige, weiße Flüssigkeit zu mir nehmen, die nicht gerade besonders lecker war. Anschließend wurde ich dann auf einer Trage in alle möglichen Himmelsrichtungen bewegt, was meinem Wohlbefinden, nachdem ich diese komischen Sachen trinken musste, nicht gerade gut tat.</p>
<p>Nachdem das auch vorbei war, kamen noch meine Ohren dran. Dazu musste ich mich mich in einen kleinen abgeschirmten Raum setzen. Nun wartete ich auf das Startzeichen der Krankenschwester. Aber die machte keine Anstalten. Ich hörte mittlerweile einen sehr leisen, hohen Ton, dachte aber, dass der von außen kommen könnte. Plötzlich machte es Klick bei mir. Der Test hatte also sofort angefangen. Sehr spät, aber anscheinend nicht zu spät, reagierte ich nun endlich. Trotzdem dürfte meine verspätete Reaktion das Ergebnis ein wenig nach unten gezogen haben.</p>
<p>Schließlich, nach knapp zweieinhalb Stunden durfte ich mich an den Anfangsort begeben, mich umziehen und mich dann noch einem letzten (Augen)test unterziehen lassen. Jetzt, nachdem die Tortur vorbei war, bekam ich endlich mein Essen, worauf ich den ganzen Vormittag gefreut hatte: ein Schinken-Käse-Sandwich, Maissuppe, Obst und Apfelsaft. Für umgerechnet ca. 125 Euro (inklusive Untersuchung) war das gar nicht mal so schlecht <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Kurz nachdem ich mich halbwegs satt gegessen hatte, wurde ich noch zum Arzt kommandiert, der mir dann im Schnelldurchlauf das Ergebnis sagte. Insgesamt war alles soweit in Ordnung. Ein paar Blutwerte waren ein wenig zu hoch bzw. zu niedrig. Ansonsten gab es noch zwei Sachen, auf die ich in Zukunft mal aufpassen sollte. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den Test im nächsten Jahr <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Wort des Tages:</strong> 人間ドック (ningendokku = gründliche Gesundheitsuntersuchung im Krankenhaus (wörtlich: &#8220;Dock für Menschen&#8221;)</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Mich hatte es erwischt&#8230;</title>
		<link>http://blog.magnifiq.net/japan/2011/02/07/mich-hatte-es-erwischt/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 14:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Fangen wir gleich mal mit einem belanglosen Thema an Vorletzten Sonntag musste ich wie immer meiner Arbeit nachgehen. Dabei fühlte ich mich den ganzen Tag nicht gerade gut. Mir war heiß, ich war müde und konnte mich nicht wirklich auf die Arbeit konzentrieren. Ich dachte, dass der Grund dafür das Finale des Asien-Cups war. Ich [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Fangen wir gleich mal mit einem belanglosen Thema an <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vorletzten Sonntag musste ich wie immer meiner Arbeit nachgehen. Dabei fühlte ich mich den ganzen Tag nicht gerade gut. Mir war heiß, ich war müde und konnte mich nicht wirklich auf die Arbeit konzentrieren. Ich dachte, dass der Grund dafür das Finale des Asien-Cups war. Ich habe mir das Spiel Japan gegen Australien live angeschaut. Den Großteil der Siegerehrung hatte ich mir auch noch angetan und kam somit nur auf knapp vier Stunden Schlaf (3:40 bis 7:30 Uhr).<br />
Abends nach der Arbeit wollte ich eigentlich zum Futsal gehen. Doch kurz bevor ich meine Sachen packen wollte, maß ich meine Körpertemperatur, da ich mich nicht wirklich besser fühlte. 38 Grad ließen mich schnell zur Entscheidung bringen, auf mein derzeitig größtes Hobby zu verzichten. Das fiel mir wirklich nicht einfach&#8230;<br />
Dennoch war diese Entscheidung definitiv die richtige. Am nächsten Morgen zückte ich nochmals das Fieberthermometer. Ich konnte mit 39 Grad meinen persönlichen Rekord aufstellen. Ein wenig frisch gemacht, begab ich mich mit meiner Frau zum nahe gelegenen Arzt. Sie fühlte sich auch mittlerweile nicht gut und ließ sich auch dort untersuchen.<br />
Nach ein paar kleinen Tests war das Ergebnis klar: Influenza vom Typ A. Bei meiner Frau war es noch nicht so klar, aber da sie die gleichen Symptome hatte, konnte man davon ausgehen, dass sie sich bei mir angesteckt hatte. Ein schönes nachträgliches Geburtstagsgeschenk <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Neben den ärztlichen Untersuchungen bekamen wir noch drei Infusionen, die insgesamt knapp 90 Minuten in Anspruch nahmen. Die harte Liege tat mir überhaupt nicht gut. Danach hatte ich Hüft- und Rückenschmerzen zusätzlich zu den anderen unangenehmen Symptomen einer Grippe.<br />
Nachdem die Tortur mit der Nadel vorbei war, bekamen wir noch  zig Medikamente verpasst, die wir natürlich schön bezahlen durften. Zusammen waren das knapp über 80 Euro&#8230;</p>
<p>Die nächsten Tage ließen wir es ruhig angehen. Schon nach zwei Tagen fühlten wir uns Dank Tamiflu deutlich besser und schon fast wieder fit genug, um arbeiten zu gehen. Ich ging am Donnerstag dann noch einmal zum Arzt, um mir einen Zettel geben zu lassen, dass ich auch wirklich krank war. Den brauche ich bei meinem tollen Arbeitgeber&#8230; Dieser Wisch kostete mich knapp 14 Euro. Ein schöner Nebenverdienst für eine Minute Arbeit&#8230;<br />
Neben dem Schreiben wurde ich noch einmal untersucht, an den Katheter gehängt und  natürlich wurde mir nochmals Medizin verschrieben, die ich eigentlich gar nicht mehr benötigte, da ich noch für die nächsten zwei Tage welche hatte und diese völlig ausreichte. Na ja, so durfte ich nochmals ca. 15 zusätzliche Euro bezahlen. Da wundert es auch nicht, dass dieser Arzt neben seiner großen privaten Praxis auch noch eine großes Haus daneben zu stehen hat <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gestern durfte ich nach fast einer Woche Abstinenz wieder arbeiten gehen. Die knapp acht Stunden waren natürlich nicht gerade amüsant, aber jetzt kommt wieder Geld ins Haus! Abends ging&#8217;s dann nach zweiwöchiger Pause endlich wieder zum Futsal. Anscheinend hatte die Pause mir gut getan. Mit deutlich besserer Form, aber mit ein wenig Husten konnte ich zufrieden nach Hause gehen. <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Wort des Beitrags:</strong> 注射 (chuusha = Impfung, Spritze)<br />
Im nächsten Jahr lasse ich mir wohl eine (recht teure) Impfung geben. Auch wenn die nicht immer hiflt, könnte ich im besten Fall ein paar Euro bzw. Yen sparen <img src='http://blog.magnifiq.net/japan/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Morgens um 6:20 Uhr</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 12:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>

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		<description><![CDATA[Manch einer denkt sich vielleicht, dass ich nach meinem letzten Beitrag nach Kobe gefahren bin, die Currywurst probiert habe und danach einen qualvollen Tod gestorben bin. Anders ist wohl diese lange Pause nicht zu erklären. Eine andere Erklärung wäre noch das Sommerloch. Aber dafür war es eigentlich noch zu früh. Gründe gibt es so einige, [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Manch einer denkt sich vielleicht, dass ich nach meinem letzten Beitrag nach Kobe gefahren bin, die Currywurst probiert habe und danach einen qualvollen Tod gestorben bin. Anders ist wohl diese lange Pause nicht zu erklären. Eine andere Erklärung wäre noch das Sommerloch. Aber dafür war es eigentlich noch zu früh.<br />
Gründe gibt es so einige, aber leider ist keiner von denen so spektakulär, so dass ich darüber den Mantel des Schweigens lege.</p>
<p>Für viele mag Japan ein sehr reizendes Land zu sein, mit den so vielen aufregenden Sachen, die man hier erleben kann, die anderen Kultur und den anderen Menschen &#8211; sei es auch nur deren Aussehen. Gerade Leute, die nur als Reise Japan oberflächlich erleben konnten, haben diese Vorstellung von Japan.<br />
Aber in Wirklichkeit &#8211; wie das auch schon so viele vor mir gesagt haben &#8211; ist der Alltag in Japan auch nicht viel anders als in Deutschland. Oder wie der Spruch, der oft an meiner Fachhochschule im sehr beschaulichen Furtwangen (im Schwarzwald) gesagt wurde: &#8220;Furtwangen ist das, was man daraus macht&#8221;. Dieser Satz trifft auf jeden Ort zu, an dem man sich befindet bzw. lebt  - alles abhängig vom Geld, der Zeit und der Motivation.</p>
<p>So, nun genug geschwafelt! Der Grund für diesen Beitrag war etwas, das ich heute früh um 6:20 Uhr erlebt habe. Was könnte das wohl sein?<br />
In letzter Zeit wache ich öfters mal mitten in der Nacht oder eben am frühen Morgen auf, um dann auf die Uhr zu schauen und dann möglichst lange zu schlafen, bis der Wecker mir das Startsignal zum Aufstehen gibt.<br />
Diesmal war es ein wenig anders. Aufgewacht bin ich wieder aus irgendeinem Grund. Und nur wenig später hörte ich ein paar Geräusche, die sich so anhörten, als wäre jemand in unserer Küche unterwegs. Nur wenige Sekunden später wurde dieser Gedanke widerlegt und durch die sichere Gewissheit &#8220;Erdbeben&#8221;  ersetzt. Plötzlich fing alles an zu wackeln. Da ich ein halbes Jahr in Tokio gewohnt habe und ich dort fast jede Woche ein Erdbeben erlebt habe, bin ich nicht sofort in Panik geraten. Aber nach mehr als vier Jahren ohne ein Erdbeben hatte ich dann doch ein komisches Gefühl. Ich lag in meinem Bett und wartete darauf, dass der Erdbeben entweder stärker oder aufhören würde. Zum Glück tat es nach ca. einer Minute das letztere. Meine bessere Hälfte dagegen verweilte weiterhin im Land der Träume.<br />
Auch ich versuchte noch einmal ein wenig Schlaf nachzuholen. Schließlich hatte ich noch knapp 80 Minuten, bis mich der Wecker endgültig aus dem Schlaf reißen sollte.</p>
<p><strong>Wort des Tages:</strong> 地震 (jishin = Erdbeben)</p>
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