Kampf der Titanen
Steffel | 9. Juli 2007 | 1.196 mal gelesenAm Samstag war es so weit. Es kam zu einer Begegnung, die es so auf der Welt noch nie gegeben hat!
Aber fangen wir mal vom Anfang an… Wie fast jeden Samstag musste ich von 20:40 bis 21:40 einen Unterricht halten. Als die Stunde vorbei war, traf ich mich mit Yuko, die am wohl größten Treffpunkt in Osaka, vor dem Big Man, auf mich wartete. Als ich sie traf, erzählte sie mir sofort, dass gerade ihre Freundin Hitomi, die erst vor Kurzem nach Osaka gezogen ist, angerufen hat und gefragt hatte, ob wir nicht jetzt noch irgendetwas miteinander machen können. Natürlich hatte ich nichts dagegen, denn ich mag Hitomi und auch ihren Freund Hiro, mit dem ich im letzten Sommer schon mehrmals Futsal gespielt habe.
Wir machten uns also schnell auf den Weg zu den beiden, die mit dem Auto auf uns warteten. Bevor wir nun Richtung Namba, dem südlichen Zentrum von Osaka, fuhren, gingen wir noch zu einem sehr billigen Einkaufszentrum. Dort gibt es wirklich alles, angefangen von Klopapier, über diverse Sexspielzeuge, bis hin zu Lebensmitteln und Süßigkeiten. Alles zu einem sehr niedrigen Preis. Und zu alledem ist der Laden auch noch 24 Stunden am Tag geöffnet.
Wir hatten dort eine Menge Spaß ![]()
Nachdem wir uns genug vergnügt hatten, machten wir uns weiter auf den Weg. Nur ein paar Minuten später waren wir schon am Ziel, einem Club, der erst vor wenigen Monaten eröffnet wurde. Ich mag zwar Clubs nicht gerade, aber was soll man machen
Also gingen wir rein und gesellten uns zu den anderen wenigen Leutchen, die alle ziemlich verteilt auf den Sofas saßen. Das Gute als Mann war, dass es dort überproportional viele Frauen gab, die (fast) alle in sommerlichen Miniröcken gekommen waren. Naja, für Hiro und mich war es ja ohnehin tabu, wobei wir sowieso nur Augen für unsere Frauen hatten ![]()
Da nicht gerade viele Leute anwesend waren, machten wir uns auf den Weg zu einer Karaoke-Bar. Hitomi, die eine semiprofessionelle Sängerin ist, hatte erst vor Kurzem vor dieser Karaoke-Bar einen Auftritt und bekam dafür unter anderem Freikarten. Deswegen konnten wir vier für zwei Stunden kostenlos singen, bis die Lungen leer waren. Hitomi, die bis auf ein paar Worte kein Deutsch spricht, sang sogar die Ode an die Freude aus der 9. Synphonie von Beethoven – ein Ohrenschmaus ![]()
Nach den zwei Stunden begaben wir uns wieder auf den Weg zum Club. (Nun kommen wir endlich zu der unglaublichen Begegnung!) Plötzlich tauchte Spiderman auf, der gerade mit dem Fahrrad auf dem Heimweg war. Als vorbildlicher Verkehrsteilnehmer wartete er an einer roten Ampel.
Wir, natürlich immer noch in guter Laune, sprachen dann über Spiderman und ich sagte, dass Songoku (Dragonball Z) stärker sei als so eine amerikanische Comicfigur. Nachdem ich dann noch ein “Kamehameha” (Spezialangriff von Songoku, einer japanischen Comicfigur) von mir gab, war’s Spiderman anscheinend zu viel. Er stellte sein Fahrrad ab und drehte sich zu uns um. Wir alle waren natürlich etwas erschrocken… und plötzlich stand ich ganz alleine vor dem Spinnenmann. Was nun?! Es blieb nichts anderes übrig, als zu kämpfen. Tja, dank einer Genkidama habe ich mich dann behaupten können. Am Ende wurden wir sogar gute Freunde, wie das folgende Foto beweist.
Nachdem wir den etwas nach Schweiß riechenden amerikanischen Helden verabschiedet haben, gingen wir nochmal kurz in den Club, der immer noch nicht wirklich sehr voll war.
Spiderman dagegen, fuhr auf seinem Fahrrad nach Hause. Dort wartete bestimmt schon seine Frau mit dem großen Kochlöffel, um ihn damit zu verhauen, weil er zu spät gekommen ist. Sorry, Spidy





