Es geht noch jünger..
Steffel | 14. September 2007 | 1.118 mal gelesenLetzten Samstag bin ich wieder in den Verjüngerungsbrunnen gefallen. Diesmal habe ich wohl ein wenig mehr vom magischen Wasser getrunken, denn ich landete in einer kleinen privaten Schule, in der kleine Kinder (2-10 Jahre) mit musikalischen Elementen Englisch lernen. Nachdem wir – Maguis-chan, Herr Suzuki, die Chefin der Schule und zwei Angestellte kurz miteinander geredet haben, gingen beiden Angestellten und ich ins Studio, um anschließend fünf kleine Kinder zwischen vier und fünf Jahren in Empfang zu nehmen.
Im Studio war es angenehm kühl und ich konnte mich endlich von der glühenden Sommerhitze erholen. Hier in Japan ist es immer noch über 30 Grad heiß und auch weiterhin unmenschlich schwül.
Die Lehrerin legte kleine goldene Sterne auf den Fußboden. Jeder Stern war für ein Kind. Nun sollten sich alle hinsetzen. Die Lehrerin, übrigens eine Amerikanerin, die mit einem Japaner verheiratet ist und seit über zwanzig Jahren in Japan wohnt, forderte jeden auf, sich auf einfachstem Englisch vorzustellen. Auch ich durfte mich vorstellen: “Hello, my name is Steffen. Please call me Shun.”
Danach sollte jeder, begleitet von einem Lied, sein Alter sagen. Hier begannen schon die Probleme. Nicht jeder wollte wirklich mitmachen. Ein kleiner Junge, der anscheinend zum ersten Mal am Unterricht teilnahm, versteckte sich immer hinter seiner Mutter, die dann aber irgendwann später den Raum verließ.
Nach einigen Liedern und Erbsenzählen tauten alle Kinder auf und wurden teilweise recht wild. Insgesamt ging der Unttericht eine Stunde lang. Für mich kam es irgendwie viel länger vor. Nach dieser Stunde war ich dann doch ein wenig erschöpft, denn Kinder können doch ganz schön anstrengend sein
Nach dem kurzen Ausflug zurück in die Kindheit, begab ich mich mit den beiden älteren Herrschaften in eine kleine Bar, in der man Karaoke singen konnte. Dort sangen wir ein paar deutsche und japanische Lieder. Zum Schluss lud uns Herr Suzuki in sein Haus ein, wo wir einen alten deutschen Film “Schubert” sahen. Leider konnten wir ihn nicht bis zum Ende sehen, denn ich hatte abends noch einen Unterricht und wir wollten noch in ein Okinawa-Restaurant gehen.
Ein aktionsreicher Tag endete dann schließlich mit einer netten Deutschstunde in der Sprachschule.





