Konbinis, eine geheime Geldquelle
Steffel | 28. September 2009 | 638 mal gelesen“Was sind Konbinis (コンビニ) ?”, wird sich manch einer fragen. Dabei handelt es sich um kleine Läden, die 24 Stunden geöffnet sind und in denen man neben Süßigkeiten, Zeitungen, Getränken und vielem mehr auch Geld abheben, ein Fax schicken und auch kopieren kann. Letzteres habe ich gestern mal wieder in einem Konbini gemacht, da die Tinte bei meinem Drucker, der auch kopieren kann, sich verabschiedet hat. Eine Kopie in Schwarz-Weiß kostet nur 10 Yen (aufgerundet 8 Cent).
Als ich ein paar Yen einwerfen wollte, bemerkte ich, dass laut Anzeige noch Kopien für 50 Yen gemacht werden können. Da hat wohl jemand vergessen, das Restgeld zu entnehmen. Schade für ihn – gut für mich. Nachdem ich meine zwei Seiten kopiert habe, wollte ich die restlichen 30 Yen entnehmen. Schließlich ist das ja auch Geld, wenn auch nicht viel. Doch als ich alle Münzen in der Hand hielt, hatte ich anstatt der geglaubten 30 Yen insgesamt 530 Yen (knapp über 4 Euro) in der Hand. Na so ein Glück!
Am Freitag musste ich 2500 Yen für mein Fahrrad blechen und heute bekomme ich immerhin insgesamt 550 Yen zurück. Ich habe schon des Öfteren mal ein paar Yen auf diese Art und Weise erhalten, aber so viel noch nie. Sollte ich mal in großer Geldnot sein, weiß ich jetzt, was ich machen werde: Ich werde sämtliche Konbinis aufsuchen und nachschauen, ob jemand leichtfertig das Restgeld vergessen hat. Das ist wesentlich sauberer als das, was die Obdachlosen machen, die ich hier in Osaka täglich sehe. Die wühlen in jedem Mülleimer nach etwas Essbarem.
Für diejenigen, die daran interessiert sind, wie so ein Kopiergerät in einem Konbini aussieht: Hier klicken!
Wort des Tages: お金持ち (okanemochi = reiche Person; Wohlhabender)





