Judo, Live-Musik und Texas Burger
Steffel | 17. Januar 2010 | 2.214 mal gelesenIn dieser Woche hatte ich neben dem Wiederaufbau meiner beiden Blogs auch noch ein paar interessantere Erlebnisse. Am Mittwoch bin ich nach der Arbeit zum Judo-Dojo gegangen, zu dem auch schon Sebastian gegangen ist. Durch ihn bin ich auch (wieder) auf den Geschmack gekommen, es mit Judo zu probieren. Bei diesem Dojo handelt es sich um einen recht internationalen Verein, bei dem unter anderem Amerikaner, Kanadier und Engländer regelmäßig trainieren. Der Meister hat übrigens den 7. Dan, was wirklich ein sehr hoher Rang im Judo ist!
Als ich nun beim Dojo ankam, sah ich viele kleine japanische Jungs hart trainieren. Manche putzten schon die Tatami-Matten, damit die Erwachsenen, die danach mit dem Training beginnen, nicht auf den vielen Schweißflecken ausrutschen. Ich war schon den ganzen Abend über sehr aufgeregt. Und so bekam ich anfangs, als ich mit dem Meister sprach, kaum einen richtigen Satz heraus. Er zeigte mir den Weg zu den Umkleidekabinen. Dort warteten schon die großen Jungs auf ihr Training. Naja, richtig groß war keiner. Aber die meisten sahen schon recht kräftig aus. Viele von ihnen hatten auch schon einen schwarzen Gürtel, was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitete. Ich habe mal ein Jahr lang Judo in Deutschland gemacht. Aber das ist mittlerweile schon 23 Jahre her. Ja… ich bin leider auch nicht mehr der Jüngste ![]()
Endlich waren die Erwachsenen an der Reihe. Ich wärmte mich erstmal auf, bis der Meister mir einen Judoka (mit schwarzem Gürtel) zuwies, mit dem ich dann ein paar Aufwärmübungen machen sollte. Da ich allerdings alles vergessen habe, was ich mal als kleiner Junge gelernt hatte, war es anfangs sehr chaotisch. Aber nach ein paar Erklärungen und Fehlversuchen konnte ich halbwegs ordentlich mittrainieren.
Nach einer halben Stunde ging es dann an die Trainingskämpfe, bei denen ich aufgrund absolut fehlender Technik meistens froh sein konnte, nicht geworfen worden zu sein. Ab und zu küsste ich dann doch den Boden. Am meisten Spaß bereitete mir die Trainingseinheit mit dem Engländer. Er ist ein kleiner, sehr kräftiger Mann, der vor ca. sechs Jahren hier in diesem Dojo mit Judo angefangen hat und mittlerweile sehr gut geworden ist. Vielleicht werde ich das auch irgendwann einmal. Allerdings musste werden mir meine Arbeitszeiten wohl des Öfteren einen Strich durch die Rechnung machen. In diesem Monat lohnt es sich wohl leider nicht mehr, zum Training zu gehen… Naja, seit diesem ersten Training tut mir auch meine rechte Schulter weh. Da habe ich mich dann wohl doch zu sehr angestrengt bzw. ohne Technik die kräftigen Kerle versucht, hin und her zu schleudern.
Am Freitag war ich dann mit Yuko und zwei anderen Bekannten nach langer Zeit in einem Pub. Grund dafür war der Auftritt eines deutschen Bekannten, den ich mal vor drei Jahren getroffen habe. Er spielt in einer kleinen Rockband namens The Rounds. Vor seinem Auftritt haben wir kurz miteinander gesprochen. Er sagte mir, dass alle Lieder selbst geschrieben sind.
Schon beim ersten Lied war ich sehr positiv überrascht. Insgesamt waren alle Lieder wirklich sehr gut. So blieb ich bis zum letzten Lied und genoss die Live-Musik mit einem Bier und einem Guiness. ![]()
Mittlerweile war es schon nach MItternacht. Aber da wir noch Hunger hatten und an diesem Tag der Texas Burger bei McDonald’s verkauft wurde, suchten wir die nächste Filiale auf und probierten diesen neuen Burger, der wirklich sehr lecker war.
Übrigens ist McDonald’s hier in Japan wirklich sehr billig! Ich hatte mal irgendwann gelesen, dass man anhand der Preise bei McDonald’s auf die wirtschaftliche Kraft eines Landes schließen kann. Das mag ja normalerweise Stimmen. Aber Japan scheint da eine Ausnahme zu sein. Als Beispiel nenne ich mal den Preis für einen normalen Cheeseburger. Der kostet hier nur 120 Yen, was umgerechnet gerademal 92 Cent sind!
Wort des Tages: マクド (makudo = McDonald’s)
Viele Japaner verstehen ein normal gesprochenes “McDonald’s” nicht. Stichwort: Katakana-Englisch





