{"id":1060,"date":"2012-07-01T17:08:32","date_gmt":"2012-07-01T15:08:32","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/?p=1060"},"modified":"2012-07-02T08:28:44","modified_gmt":"2012-07-02T06:28:44","slug":"das-letzte-mal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/2012\/07\/das-letzte-mal\/","title":{"rendered":"Das letzte Mal"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag bin ich nach der Arbeit zum Fu\u00dfball gegangen. Meine Frau war schon knapp zweieinhalb Stunden vor Spielstart zum Stadion gefahren, um einen Platz weiter vorne zu sichern. Schlie\u00dflich war es diesmal kein normales Ligaspiel. Ihr Lieblingsspieler, Kiyotake Hiroshi, spielte zum letzten Mal f\u00fcr Cerezo Osaka, bevor er sich am Montag auf den Weg zu seinem neuen Verein, dem 1.FC N\u00fcrnberg, nach Deutschland machte.<br \/>\nAls ich kurz vor Anpfiff das Stadion erreichte, staunte ich nicht schlecht. Normalerweise sind vielleicht um die 10.000 Fans im Stadion. Diesmal waren es immerhin \u00fcber 36.000, die sich gr\u00f6\u00dftenteils von ihrem Helden verabschieden wollten. Aber auch die gegnerischen Fans kamen in recht gro\u00dfer Anzahl. Allerdings wohl nicht wegen Kiyotake. Der Gegner waren die Urawa Red Diamonds, einem der wohl bekanntesten japanischen Fu\u00dfballvereine Japans.<\/p>\n<p>Vor dem Anpfiff sangen die Fans ihre typischen Kiyotake-Ges\u00e4nge und bildeten mit Plastiktafeln die Trikotnummer des Spielers, wie man auf dem Foto halbwegs gut erkennen kann.<br \/>\nDas Spiel an sich war nicht so spektakul\u00e4r. Es gibt nat\u00fcrlich noch gro\u00dfe Unterschiede zu den Spielen der Europameisterschaft. Cerezo Osaka war dem favorisierten Gast ebenb\u00fcrtig, musste aber schon recht fr\u00fch ein Gegentor kassieren. Die zweite Halbzeit brachte lange Zeit auch nichts Neues, bis dann wenige Sekunden vor dem Abpfiff doch noch der rettende Ausgleich gelang.<br \/>\nEin besonderer Zuschauer und ehemaliger Vereinskollege war sicherlich sehr erfreut \u00fcber das gl\u00fcckliche, aber verdiente Unentschieden: Kagawa Shinji.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kam es nach dem Spiel zur offiziellen Verabschiedung. Zuerst durfe Ehrengast Kagawa Shinji unter Fanges\u00e4ngen und Applaus eine kleine Rede halten. Auch er ist hier in Osaka noch sehr beliebt. Danach sprach der sichtlich nerv\u00f6se Kiyotake Hiroshi bewegende Worte.<br \/>\nGemeinsam mit den Mannschaftskollegen, marschierte Kiyotake durchs Stadion und erhielt dabei Unmengen an Blumenstr\u00e4u\u00dfen und anderen Geschenken. Besonders ein Geschenk hatte es ihm wohl angetan: Von einem Fan bekam er eine Fahne seines Jugendvereins. Mit dieser Fahne und der von Cerezo Osaka, drehte er nochmal ein paar Meter durchs Stadion.<\/p>\n<p>Obwohl alles knapp eine Stunde dauerte und es schon recht sp\u00e4t am Abend war, blieben viele Cerezo-Fans bis zum Schluss. Auch einige G\u00e4stefans blieben solange, bis alle Spieler schlie\u00dflich das Spielfeld verlie\u00dfen.<br \/>\nWas immer sehr interessant in Japan ist: Die Fans beider Mannschaften kehren gemeinsam ohne jegliche Anfeindungen nach Hause, keine Gewalt oder irgendwelche anderen Bedrohungen zu sehen. Und das ist nicht das erste Mal, dass ich mir ein Fu\u00dfballspiel in Japan angesehen habe. Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn es in Deutschland auch immer so friedlich vonstatten gehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Wort des Tages: <\/strong>\u9001\u5225 (soubetsu = Abschied, Verabschiedung)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag bin ich nach der Arbeit zum Fu\u00dfball gegangen. 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