{"id":235,"date":"2008-10-10T06:56:11","date_gmt":"2008-10-10T04:56:11","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/?p=235"},"modified":"2010-01-16T19:03:20","modified_gmt":"2010-01-16T17:03:20","slug":"deutschtreff-erste-auflage","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/2008\/10\/deutschtreff-erste-auflage\/","title":{"rendered":"Deutschtreff, erste Auflage"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte ich diesen Artikel erst schreiben, wenn ich ein paar &#8222;Beweisfotos&#8220; von den anderen Teilnehmern erhalten habe. Ich habe leider keine Fotos gemacht.<br \/>\nNun gut&#8230; Am letzten Wochenende fand nun der erste Deutschtreff in Osaka statt. Dazu noch eine kleine Vorgeschichte:<br \/>\nIch wohne ja nun mittlerweile seit \u00fcber anderthalb Jahren in Osaka. Das Leben ist zwar grunds\u00e4tzlich sehr sch\u00f6n und ich habe ein paar Freunde und einige Bekannte, aber es sind fast ausnahmlos alles Japaner. Die wenigen ausl\u00e4ndischen Bekannten sind alle englischsprachig. Zwar rede ich jeden Tag viel auf Deutsch, aber eben nur mit Japanern. So kann ich nicht mein volles Programm abrufen \ud83d\ude09<br \/>\nAus diesem Grunde habe ich mich vermehrt auf einem deutschen Forum f\u00fcr Japanliebhaber herumgetrieben und bin auf einen Eintrag von einem anderen Deutschen gesto\u00dfen, der auch gerne mal ein paar Deutsche in Japan treffen wollte. Zuf\u00e4llig wohnte dieser auch hier in der N\u00e4he. Mit der Zeit kamen noch ein paar mehr dazu. Und so verabredeten wir uns zu einem ersten Treffen, das heute vor einer Woche stattfand.<br \/>\nInsgesamt waren wir f\u00fcnf Deutsche und sechs Japanerinnen, von denen vier sehr gut Deutsch konnten. Wir gingen zusammen zu einem asiatischen Restaurant, bestellten einen Kurs und eine Nomih\u014ddai (\u98f2\u307f\u653e\u984c = Trinken, so viel man m\u00f6chte). In unserem Fall war sie auf zwei Stunden begrenzt. Einige von uns nutzten diese Gelegenheit ausgiebig \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Nachdem die zwei Stunden wie im Fluge vergangen und wir uns alle etwas n\u00e4her gekommen waren, ging ein Teil von uns noch in ein Irish Pub. Die anderen machten sich auf den Heimweg. Leider f\u00e4hrt die letzte Bahn hier zwischen 23:30 und 0:50 Uhr, je nachdem, mit welcher Bahnlinie man fahren muss.<br \/>\nDer harte Kern entschloss sich, die Nacht durchzumachen, um dann mit dem ersten Zug gegen 5 Uhr morgens nach Hause zu fahren. Zun\u00e4chst marschierten wir zu diesem Irish Pub, in dem es stets von Ausl\u00e4ndern &#8211; h\u00e4upts\u00e4chlich englischen Muttersprachlern &#8211; wimmelt. Dort tranken wir ein paar weitere alkoholische Getr\u00e4nke (darunter einen Cocktail aus J\u00e4germeister und Engery drink). Irgendwann war es dann dort zu langweilig und wir machten eine weitere Bar ausfindig, in der wir die einzigen Ausl\u00e4nder waren.<br \/>\nEs war schon weit nach Mitternacht, als wir dann unsere letzte Station, eine Spielhalle aufsuchten und dort Billard spielten. Gegen 5 Uhr verlie\u00dfen wir dann den Laden und gingen vorerst v\u00f6llig \u00fcberm\u00fcdet getrennte Wege.<\/p>\n<p>Doch schon abends kamen vier von uns wieder zusammen. Auch diesmal machten wir die Nacht zum Tag und zogen, diesmal in Namba, dem s\u00fcdlichen Teil von Osaka, durch die Gegend. In Namba gibt es sehr viele <em>interessante<\/em> junge Japaner und komische Ausl\u00e4nder. Als wir an einer kleinen Gruppe an Japanern vorbeiliefen, riefen sie zu meiner Frau &#8222;Bitch&#8220;. Was das hei\u00dft, muss ich ja wohl nicht erkl\u00e4ren. Am liebsten w\u00e4re ich umgedreht und h\u00e4tte da mal meine Meinung dazu gesagt. Aber so eine niveaulose Bemerkung hat eigentlich keine Beachtung verdient.<br \/>\nNachdem wir uns in einer Ausl\u00e4nderbar die Zeit vertrieben haben, entdeckten wir eine Brosch\u00fcre, auf der eine Bar angepriesen wurde, in der man <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shisha\">Shishas<\/a> konsumieren kann. Mich hat so eine Wasserpfeife eigentlich noch nie interessiert. Aber auch ich probierte mal die mit Apfelaroma gef\u00fcllte Pfeife. Bis auf den Rauch, den man lustig durch die Gegen pusten kann, war ich von dieser arabischen Erfindung nicht wirklich angetan und werde es wohl nicht noch einmal probieren.<br \/>\nDaf\u00fcr hat es mir eine Gruppe junger Japaner angetan, die uns gegen\u00fcber sa\u00df. Ich wei\u00df nicht, ob es am exzessiven Konsum an Wasserpfeifen lag, aber fast alle benahmen sich nicht wirklich japanisch. Sie betatschten sich gegenseitig an Schultern, Beine, Bauch und sonstwo. Und sogar die Jungs gegenseitig. Diese Gruppe zu beobachten war eigentlich die Rettung des Abends, da wir alle schon sehr m\u00fcde waren, nur noch auf unseren St\u00fchlen sa\u00dfen und uns schnell den Morgen herbeiw\u00fcnschten.<br \/>\nEs war vier Uhr morgens als wir uns dann endlich entschlie\u00dfen, uns auf den Heimweg zu machen. Von Namba in den Norden Osakas, nach Umeda, dauert es zu Fu\u00df knapp eine Stunde.<br \/>\nDen Sonntag verbrachten wir dann fast ausschlie\u00dflich schlafend im Bett. Drau\u00dfen regnete es sowieso den ganzen Tag, so dass wir nicht wirklich etwas verpassten. Auch jetzt versp\u00fcre ich alter Mann die Folgen des Wochenendes \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Trotz der Strapazen war es doch sehr sch\u00f6n, mal wieder richtig auf Deutsch zu reden. Der n\u00e4chste Treff kommt bestimmt! Aber dann nicht in so einem extremen Ausma\u00df.<\/p>\n<p><strong>Wort des Tages:<\/strong> \u4e8c\u65e5\u9154\u3044 (futsukayoi = Kater; Brummsch\u00e4del)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte ich diesen Artikel erst schreiben, wenn ich ein paar &#8222;Beweisfotos&#8220; von den anderen Teilnehmern erhalten habe. Ich habe leider keine Fotos gemacht. Nun gut&#8230; Am letzten Wochenende fand nun der erste Deutschtreff in Osaka statt. Dazu noch eine kleine Vorgeschichte: Ich wohne ja nun mittlerweile seit \u00fcber anderthalb Jahren in Osaka. 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