{"id":30,"date":"2007-07-05T11:40:53","date_gmt":"2007-07-05T09:40:53","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/?p=30"},"modified":"2008-07-02T03:25:03","modified_gmt":"2008-07-02T01:25:03","slug":"tomodachi-cafe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/2007\/07\/tomodachi-cafe\/","title":{"rendered":"Tomodachi Caf\u00e9"},"content":{"rendered":"<p>Bevor ich auf das eigentliche Thema eingehen werde, m\u00f6chte ich euch noch eine kleine Geschichte erz\u00e4hlen, die schon vor einigen Wochen passiert ist. Mein deutscher Freund hier in Osaka, Till, hat nun auch eine Freundin gefunden. Eines Tages fragte er mich, ob ich nicht mit ihm zu einem Yakitori-Restaurant (gebratenes H\u00fchnerfleisch) gehen m\u00f6chte, in dem seine Freundin nebenbei arbeitet. Ich ging nat\u00fcrlich mit, da es mich schon sehr interessierte, wie die neue Unbekannte denn so ist. Nachdem wir uns zuerst im Gesch\u00e4ft geirrt haben, fanden wir &#8211; etwas versp\u00e4tet &#8211; das richtige Restaurant.<br \/>\nDort erwartete uns eine lustig und nett ausschauende junge Frau &#8211; Tills Freundin. Wir setzten uns an die Bar und lie\u00dfen uns von ihr (auf Deutsch!!) beraten, was wir denn so essen k\u00f6nnten. Ja, auch Tills Freundin beherrscht die deutsche Sprache schon sehr gut und war sogar schon f\u00fcr ein Jahr in Deutschland.<br \/>\nTill stellte mich dann nach ein paar Minuten vor: &#8222;Das ist Steffen, nicht Stefan.&#8220;, sagte er. Daraufhin fragte Masami, so hei\u00dft sie, ob ich denn Steffen aus Furtwangen sei. Ich war nat\u00fcrlich erstmal geschockt und dachte, dass Totoro ihr von mir erz\u00e4hlt hatte. Er verneinte dies, und schlie\u00dflich sagte Masami zu mir, dass eine Freundin von ihr mit mir zusammen auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt war. Dabei handelte es sich um Chiharu, die ich im letzten Dezember zusammen mit einer anderen Freundin von ihr aus China (?), sowie Sangwoo getroffen habe. Chiharu kannte ich vorher nur aus Mixi, einer japanischen Online-Community ganz nach Studivz&#8230; eben nur viel besser \ud83d\ude1b<br \/>\nWow, die Welt ist wirklich ein Dorf!<\/p>\n<p>Nun kommen wir zum eigentlichen Thema:<br \/>\nLetzten Donnerstag habe ich mich mit Maquis-chan irgendwo zwischen Osaka und Kyoto getroffen. Der Bahnhof hie\u00df Nagaokakyo. Wie Maquis-chan mir erz\u00e4hlte, waren wir einige Wochen vorher schon mal dort, als wir auf dem Weg zur Suntory-Brauerei waren &#8211; sehr sch\u00f6ne Erinnerungen \ud83d\ude09<br \/>\nAchtung! Nicht vom Thema abkommen!<br \/>\nAls wir uns dann irgendwann auf dem Bahnhof getroffen haben, machten wir uns auf den Weg zum &#8222;Tomodachi Caf\u00e9&#8220;. Tomodachi bedeutet auf Deutsch Freund. Also ging ich schon von der richtigen Annahme aus, dass ich dort auch andere Ausl\u00e4nder treffen k\u00f6nnte. Bei diesem Caf\u00e9 handelte es sich aber um ein ganz normales Izakaya. Wir wurden zu einem keinen Raum gef\u00fchrt, in dem schon ein paar Japaner, sowie ein \u00e4lterer Italiener sa\u00df, der mir doch sehr bekannt vorkam.<br \/>\nDa wir nun zu viele Leute f\u00fcr so einen kleinen Raum waren, zogen wir in einen gr\u00f6\u00dferen Raum um, wo wir uns erstmal richtig vorstellten. Dann bewahrheitete sich auch meine Vermutung, dass ich den (zugegeben ziemlich dicken) Italiener schon mal getroffen habe. Genau! Bei GLS, meiner Sprachschule. Ich habe ihn ca. eine Woche vorher zum ersten Mal bei GLS getroffen. Er arbeitet gelegentlich dort.<br \/>\nBei den anderen Teilnehmern handelte es sich um zwei Japanerinnen, sowie zwei \u00e4lteren Japanern, die beide sehr lustig waren. Haupts\u00e4chlich wurde auf Englisch geredet. Das war f\u00fcr mich nat\u00fcrlich sehr angenehm, und ich war auch erstaunt, dass alle es ziemlich gut beherrschten. Ich sa\u00df neben dem wohl \u00e4ltesten Teilnehmer, einem grauhaarigen Japaner, der anscheinend als kleines Kind in ein Bierfass gefallen ist. Kaum kam die Kellnerin mit einem Bier, war das Bierglas auch schon wieder leer. Und dabei handelte es sich nicht um ein kleines Glas! Tja, am Ende sollte sich sein ungez\u00fcgelter Genuss auch r\u00e4chen. \ud83d\ude09<br \/>\nInsgesamt war das Zusammensein wirklich sehr lustig. Der alte Mann schenkte uns noch ein paar S\u00fc\u00dfigkeiten und bat uns um einen Test. Wir sollten alle ein St\u00fcck von der Schokolade in unser Glas schmei\u00dfen. Dann erz\u00e4hlte er etwas von der Mondlandung und dass gleich etwas \u00c4hnliches passiert. Ich dachte zuerst, dass die Schokolade aus dem Glas katapultiert wird. Das war es dann aber nicht. Trotzdem war es sehr \u00fcberraschend zu sehen, wie die Schokolade etliche Male nach oben stieg und wieder nach unten fiel.<br \/>\nDer andere \u00e4ltere Mann kam \u00fcbrigens aus der gleichen Sadt wie Yuko, was schon eine ziemliche Seltenheit ist. Er m\u00f6chte Yuko nat\u00fcrlich gerne kennenlernen. Schlie\u00dflich verbindet sie die gleiche Heimat.<br \/>\nIrgendwann sp\u00e4ter kam dann noch die Chinesischlehrerin einer der beiden Japanerinnen vorbei, eine wirklich sehr nette Frau, die \u00fcber eine Japanischlehrer-Lizenz verf\u00fcgt. Dazu sollte erw\u00e4hnt werden, dass diese Lizenz wirklich nur sehr schwer zu erhalten ist &#8211; f\u00fcr Japaner! Alle waren erstaunt, als sie davon h\u00f6rten. Anscheinend spricht sie besser Japaner als ein durchschnittlicher Japaner. Damit nicht genug: Diese Frau hatte auch noch eine sehr gute Stimme, die sie uns beim Singen chinesischer Lieder pr\u00e4sentierte.<br \/>\n\u00dcbrigens ist Gianni, der Italiener, auch kein schlechter S\u00e4nger. Er singt beruflich in einem Restaurant, und auch er konnte es nicht lassen, ein paar italienische Lieder mit lautester Stimme zu singen. Da nun die beiden schon gesungen hatten, musste ich auch daran glauben. Also sang ich das n\u00e4chte Lied, das mir einfiel: Hoch auf dem gelben Wagen \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Irgendwann ging der gem\u00fctliche Abend zu Ende und wir machten uns auf den Heimweg. Der alte Mann war nun sichtlich betrunken und konnte nicht mehr richtig laufen und sprechen. Als wir am Bahnhof angekommen waren, haben wir ihn in ein Taxi gesteckt. Er wohnt dort in der N\u00e4he, aber sicher ist sicher \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor ich auf das eigentliche Thema eingehen werde, m\u00f6chte ich euch noch eine kleine Geschichte erz\u00e4hlen, die schon vor einigen Wochen passiert ist. Mein deutscher Freund hier in Osaka, Till, hat nun auch eine Freundin gefunden. 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