{"id":321,"date":"2009-01-08T17:23:38","date_gmt":"2009-01-08T15:23:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/?p=321"},"modified":"2010-01-16T18:48:26","modified_gmt":"2010-01-16T16:48:26","slug":"auf-nach-kyushu-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/2009\/01\/auf-nach-kyushu-teil-2\/","title":{"rendered":"Auf nach Kyushu! (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<p>Nach einer kurzen Nacht mussten wir schon sehr fr\u00fch aufstehen, da wir viel vorhatten. Zuerst einmal ging es zum Fr\u00fchst\u00fccksb\u00fcffett, das wie das Abendb\u00fcffett am Vortag eine gro\u00dfe Auswahl anbot. Wir hatten also wieder die Qual der Wahl. Aber unsere M\u00e4gen waren noch vom Abendbrot mehr als ausreichend gef\u00fcllt, so dass wir die vielen Leckereien nicht alle ausprobieren konnten.<br \/>\nMit vollem Magen ging es dann per Taxi zum weit entfernten Bahnhof. \u00d6ffentliche Verkehrsmittel&#8230; nicht in so einer kleinen Stadt. Dort angekommen stiegen wir in einen Bus und auf ging es zum Vulkan Aso. Die Fahrt dauerte recht lange. Wir nutzen die Zeit, um etwas Schlaf nachzuholen. Aber die Aussicht war teilweise so interessant, dass wir diese dem Schlaf vorzogen. Das Wetter \u00e4nderte sich auch sehr stark. War es in Beppu noch angenehm k\u00fchl bei herrlichem Sonnenschein, so wurde verdunkelte sich der Himmel je n\u00e4her wir unserem Ziel kamen. Pl\u00f6tzlich fing es an zu scheien. Und es fiel immer mehr Schnee.<br \/>\nUnser Busfahrer war ein recht flotter Fahrer. So \u00fcberholte er die ganzen kleinen PKWs, die mit Schneeketten versuchten dem Schnee zu trotzen. Irgendwann trafen wir dann auf einen besonderen Autofahrer. Dieser wollte mit seinem Gel\u00e4ndewagen den Berg hinauf, aber irgendwie ging es f\u00fcr ihn und seine Insassen in die andere Richtung. Dabei schlitterte er hin und her. Als ich auf das Nummernschild sah, wurde mir klar, warum dieser Autofahrer wirklich etwas anders war als die anderen. Er kam aus Osaka. Keine Ahnung, wie lange dieser schon unterwegs gewesen sein musste. Schlie\u00dflich liegt Osaka weit entfernt auf einer anderen der japanischen Inseln. Anscheinend war der Autofahrer wohl noch nie in einem Gebirge. Ansonsten w\u00fcrde er wissen, dass es dort im Winter durchaus mal schneien kann. In Osaka f\u00e4llt dagegen fast nie ein Schneefl\u00f6ckchen vom Himmel herab. Winterreifen sind von daher fast nie notwendig.<br \/>\nNaja&#8230; f\u00fcr unseren Bus(renn)fahrer war dies auch kein gr\u00f6\u00dferes Hindernis. Schwups waren wir kurz vor einer Kurve an dem r\u00fcckw\u00e4rts rollenden Auto vorbei und am Heck des vor uns fahrenden Autos.<br \/>\nDie Landschaft erinnert mich stark an Furtwangen, mein liebes kleines Dorf tief im Schwarzwald. Ein mulmiges Gef\u00fchl \u00fcberkam mich. Irgendwann erreichten wir unser Ziel. Irgendwo im Niemandsland hielten wir an und stiegen aus. Der Bus fuhr weiter zur Endstation. Bis dorthin wollten wir aber nicht fahren, da wir 3500 Yen (pro Person) mehr h\u00e4tten zahlen m\u00fcssen, denn dann w\u00e4re ein Mittagessen mit im Preis gewesen. Stattdessen liefen wir knapp 40 Minuten bergauf und genossen die herrliche Winterlandschaft. Auf dem Weg liefen wir an einem stillgelegten Restaurant vorbei. Wahrscheinlich war dieses schon seit mehreren Jahren nicht mehr in Betrieb.<br \/>\nOben angekommen stiegen wir in die Seilbahn ins Nichts ein. Naja, in Wirklichkeit f\u00fchrte sie in die N\u00e4he des Kraters, aber diesen konnte man aufgrund der starken Rauchwolken nicht sehen. Eine nette Frau in einem roten Kost\u00fcm, \u00e4hnlich dem eines Weihnachtsmannes, laberte irgendetwas \u00fcber den Vulkan. Keiner der Fahrg\u00e4ste schien ihr zuzuh\u00f6ren.<br \/>\nAls wir dann das Geb\u00e4ude verlassen wollten, wehte uns ein eisiger Wind ins Gesicht. Angeblich waren es nur -7 Grad Celsius, was f\u00fcr Japan schon sehr kalt ist. Dies war aber nicht das eigentliche Problem. Der Wind hatte orkanartige B\u00f6en, welche wirklich unertr\u00e4glich kalt waren. Zum Gl\u00fcck hatte ich mir im Dezember eine neue Winterjacke mit warmer Kapuze gekauft, so dass ich nicht f\u00fcrchten musste, zu erfrieren.<br \/>\nLeider konnten wir nicht direkt zum Krater gehen, da der Vulkan an diesem Tag besonders aktiv war. Aber ein paar Hundert Meter durften wir dann doch gehen. Dort gab es einen Schutzraum, in dem Yuko auf mich wartete, w\u00e4hrend ich ab und zu hinausging, um ein paar Fotos zu schie\u00dfen. Sehr lange blieben wir dann aber nicht, da es wegen der vielen Absperrungen nicht viel zu sehen gab &#8211; leider. Im Sommer muss es dort wirklich sehr sch\u00f6n sein. Nicht nur die Landschaft. Dort am Vulkan gibt es viele K\u00fche und Pferde zu bestaunen.<br \/>\nAuch auf dem R\u00fcckweg wurden wir von einer Frau zugelabert. Eine andere Angestellte stand mit dem Gesicht zum Fenster und war ganz still. Anscheinend hatte sie gerade Feierabend. Unten a\u00df Yuko dann Dango-jiru, eine leckere Nudelsuppe. Ich trank dagegen nur einen mittelm\u00e4\u00dfigen Kaffee.<\/p>\n<p>Unser n\u00e4chstes Ziel hie\u00df Kumamoto. Doch um dort hinzukommen, mussten wir erstmal mit dem Bus zum Aso Hauptbahnhof. Man sollte eher Bahnh\u00f6fchen sagen, denn jeder Bahnhof in Osaka ist gr\u00f6\u00dfer als dieser \ud83d\ude09 Im Bahnhof genehmigte ich mir eine Milch, die dort besonders lecker sein soll. Ja&#8230; lecker war sie. Aber auch nicht viel leckerer als woanders.<br \/>\nDie Bahn hielt irgendwann pl\u00f6tzlich an. Der Zugf\u00fchrer spazierte dann durch den Zug, und wenig sp\u00e4ter ging es dann \u00fcberraschenderweise in die andere Richtung weiter. Dies wiederholte sich noch ein oder zweimal, ehe es wieder etwas schneller voranging.<br \/>\nAls wir dann endlich in Kumamoto ankamen, war es schon dunkel. Anstatt die Stra\u00dfenbahn zum Hotel zu nehmen, liefen wir die 30 oder 40 Minuten zu Fu\u00df. Diesmal war das Hotel nicht besonders gro\u00df, aber daf\u00fcr direkt neben dem Kumamoto-Schloss, das zu den sch\u00f6nsten Japans z\u00e4hlt. Leider erhielten wir kein Zimmer mit Blick auf das Schloss. Stattdessen wurde uns ein miefiges Zimmer zugeteilt. Der vorige Kunde schien ein starker Raucher gewesen zu sein.<br \/>\nNach einer kurzen Pause gingen wir zu einem Izakaya und genossen ein leckeres Men\u00fc. Leider war das Bier nicht besonders lecker. Aber wir g\u00f6nnten uns dann eine besondere Spezialit\u00e4t aus Kumamoto: \u99ac\u523a\u3057 (basashi = rohes Pferdefleisch). Das isst man normalerweise mit Wasabi und Sojaso\u00dfe. Ich habe aber vergessen, das Fleisch in die So\u00dfe zu tauchen und steckte es mir direkt in den Mund. Hmm&#8230; irgendwie schmeckte es nach nichts. Als ich dann die Sojaso\u00dfe entdeckte, wurde es dann doch etwas wohlschmeckender. Nach rohem Rindfleisch und rohem Fisch habe ich nun endlich auch rohes Pferdefleisch probiert. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Zimmer lie\u00dfen wir es ruhig angehen und schliefen mit Vorfreude auf den n\u00e4chsten Tag ein.<\/p>\n<p><strong>Wort des Tages:<\/strong> \u7530\u820e (inaka = Provinz, l\u00e4ndliches Gebiet)<\/p>\n<p><a class=\"highslide\" onclick=\"return hs.expand(this)\" href=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/dsc00670.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment wp-att-324\" style=\"border: 1px solid #cccccc; margin: 3px; padding: 3px;\" src=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/dsc00670.thumbnail.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"120\" align=\"none\" \/><\/a> <a class=\"highslide\" onclick=\"return hs.expand(this)\" href=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/dsc00669.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment wp-att-325\" style=\"border: 1px solid #cccccc; margin: 3px; padding: 3px;\" src=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/dsc00669.thumbnail.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"120\" align=\"none\" \/><\/a> <a class=\"highslide\" onclick=\"return hs.expand(this)\" href=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/dsc00678.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment wp-att-326\" style=\"border: 1px solid #cccccc; margin: 3px; padding: 3px;\" src=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/dsc00678.thumbnail.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"120\" align=\"none\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer kurzen Nacht mussten wir schon sehr fr\u00fch aufstehen, da wir viel vorhatten. 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