{"id":668,"date":"2010-03-08T12:40:12","date_gmt":"2010-03-08T10:40:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/?p=668"},"modified":"2010-03-08T12:40:12","modified_gmt":"2010-03-08T10:40:12","slug":"deutsche-kuche","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/2010\/03\/deutsche-kuche\/","title":{"rendered":"Deutsche K\u00fcche"},"content":{"rendered":"<p>Mittlerweile arbeite ich schon seit \u00fcber zwei Wochen in der neuen Firma. Es ist zwar immer noch manchmal ein wenig komisch, aber ich habe mich schon recht gut an die Arbeit gew\u00f6hnt. Vorgestern sprach ich mit einem meiner Kollegen. Eine Bekannte von ihm liebt deutsches Brot und b\u00e4ckt seit kurzem auch welches daheim. Ihr Traum w\u00e4re es, dieses via Internet in Japan zu verkaufen. Ob das nun klappt, sei mal dahingestellt. Ein Versuch ist es allemal wert.<br \/>\nW\u00e4hrend unseres Gespr\u00e4chs erz\u00e4hlte er mir auch von der kleinen Party, auf der mein Kollege bei seiner Bekannten deutsche Speisen kochen m\u00f6chte und lud mich zu dieser Party ein. Obwohl ich ihn noch nicht gut kannte und ich eigentlich nicht so gerne alleine zu fremden Leuten gehe, begab ich mich gestern in den Norden Osakas. Dort wurde ich am Bahnhof von der Bekannten meines Kollegen abgeholt und zu ihrem Haus chauffiert. Es waren mittlerweile schon alle anderen Teilnehmer da. Einen kleinen Schock bekam ich, als mir -eine Blondine mit Maid-Kost\u00fcm ins Auge stach. Eine Britin mit indischen Wurzeln, die sich die Haare gef\u00e4rbt und sich eben dieses &#8222;interessante&#8220; Kost\u00fcm angezogen hat. Die anderen Teilnehmer, bis auf meinen Kollegen alles Japanerinnen, waren dagegen in normalem Outfit erschienen, so dass ich dann mir doch nicht dachte, dass ich irgendwas falsch gemacht habe ^^<\/p>\n<p>Anscheinend haben manche Japaner keine Ahnung, wie man eine Weinflasche \u00f6ffnet. Viele Weinflaschen haben hier keinen Korken, sondern einen normalen Drehverschluss. Somit sah es ziemlich lustig aus, wie die Dame des Hauses versuchte, den Korken zu ziehen. Schlie\u00dflich erteilte man mir die Ehre, die Flasche zu \u00f6ffnen ^^<br \/>\nNachdem wir auf unser Wohl angesto\u00dfen haben, war es endlich soweit. Der erste Gang bestand aus einer sehr leckeren Suppe und einen ebenso schmackhaften Salat. Woraus die Suppe bestand, wei\u00df ich leider nicht, aber sie war sehr cremig und enthielt verschiedenes Gem\u00fcse. Zum Salat gab es dann das selbstgemachte Brot, das dem deutschen Brot nicht nur vom Aussehen recht \u00e4hnlich war. Endlich wieder mal deutsches Brot essen! Darauf musste ich nun ein Jahr warten. Das letzte Mal habe ich genau vor einem Jahr dunkles Brot essen k\u00f6nnen, als ich zu Besuch in Berlin war.<br \/>\nEs gab sogar Leberwurst, die ich hier in Japan bisher noch in keinem Gesch\u00e4ft gesehen habe. Nat\u00fcrlich nutzte ich die Chance und schmierte mir die Brote damit.<\/p>\n<p>Obwohl ich mit knurrendem Magen zur Party kam, war ich schon nach den Vorspeisen recht satt. Aber als die Hauptspeisen (Kartoffelbrei mit Gem\u00fcse, Bratkartoffeln mit saftigem Speck und H\u00fchnchen) aufgetischt wurden, konnte ich nicht anders und a\u00df anschlie\u00dfend eine zweite Portion. W\u00e4hrenddessen trank ich unz\u00e4hlige Gl\u00e4ser deutschen Wein.<br \/>\nMittlerweile waren alle Teilnehmer satt. Aber es gab noch das Dessert (selbstgemachtes Apfelkompott mit Vanilleeis). Nach einer kleinen Pause wurde es dann schlie\u00dflich aufgetischt. Am ganzen Tisch sah man pl\u00f6tzlich sehr gl\u00fcckliche Gesichter. Auch wenn der Magen schon zum Platzen voll war und der Hosenknopf drohte, sich wie eine Pistolenkugel von der Hose zu trennen und meinem Gegen\u00fcber zu treffen, genoss ich jeden einzelnen L\u00f6ffel vollends.<br \/>\nIch h\u00e4tte gerne noch mal alles essen wollen, aber nach dem Dessert ging nun wirklich nichts mehr in meinen Magen. Mit leichten Magenschmerzen trat ich dann den Heimweg an und leide jetzt noch &#8211; \u00fcber 24 Stunden danach &#8211; vom Fressgelage.<\/p>\n<p>Meinem Kollegen und auch der Dame des Hauses gilt mein gr\u00f6\u00dfter Dank. Beide haben wirklich sehr gut gekocht bzw. gebacken. Sollte ich Zeit haben, bin ich beim n\u00e4chsten Mal wieder gern dabei. F\u00fcr knapp 15 Euro war das wirklich ein sehr g\u00fcnstiger Spa\u00df.<\/p>\n<p><a class=\"highslide\" title=\"deutsch-kochen01\" onclick=\"return hs.expand(this)\" href=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/deutsch-kochen01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment wp-att-669 \" style=\"margin: 1px; border: 1px solid #cccccc;\" src=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/deutsch-kochen01.thumbnail.jpg\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"130\" align=\"none\" \/><\/a> <a class=\"highslide\" title=\"deutsch-kochen02\" onclick=\"return hs.expand(this)\" href=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/deutsch-kochen02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment wp-att-670 \" style=\"margin: 1px; border: 1px solid #cccccc;\" src=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/deutsch-kochen02.thumbnail.jpg\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"130\" align=\"none\" \/><\/a> <a class=\"highslide\" title=\"deutsch-kochen03\" onclick=\"return hs.expand(this)\" href=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/deutsch-kochen03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment wp-att-671 \" style=\"margin: 1px; border: 1px solid #cccccc;\" src=\"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/deutsch-kochen03.thumbnail.jpg\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"130\" align=\"none\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Wort des Tages:<\/strong> \u82e6\u3057\u3044 (kurushii = schmerzhaft, schmerzend, schwer, qu\u00e4lend)<br \/>\nDas Wort benutzt man unter Anderem auch, nachdem man zu viel gegessen hat und der Magen schmerzt. Genau so habe ich mich gestern Abend gef\u00fchlt^^<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerweile arbeite ich schon seit \u00fcber zwei Wochen in der neuen Firma. Es ist zwar immer noch manchmal ein wenig komisch, aber ich habe mich schon recht gut an die Arbeit gew\u00f6hnt. Vorgestern sprach ich mit einem meiner Kollegen. Eine Bekannte von ihm liebt deutsches Brot und b\u00e4ckt seit kurzem auch welches daheim. 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