{"id":683,"date":"2010-07-21T14:16:41","date_gmt":"2010-07-21T12:16:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/?p=683"},"modified":"2010-07-21T14:17:11","modified_gmt":"2010-07-21T12:17:11","slug":"morgens-um-620-uhr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/2010\/07\/morgens-um-620-uhr\/","title":{"rendered":"Morgens um 6:20 Uhr"},"content":{"rendered":"<p>Manch einer denkt sich vielleicht, dass ich nach meinem letzten Beitrag nach Kobe gefahren bin, die Currywurst probiert habe und danach einen qualvollen Tod gestorben bin. Anders ist wohl diese lange Pause nicht zu erkl\u00e4ren. Eine andere Erkl\u00e4rung w\u00e4re noch das Sommerloch. Aber daf\u00fcr war es eigentlich noch zu fr\u00fch.<br \/>\nGr\u00fcnde gibt es so einige, aber leider ist keiner von denen so spektakul\u00e4r, so dass ich dar\u00fcber den Mantel des Schweigens lege.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele mag Japan ein sehr reizendes Land zu sein, mit den so vielen aufregenden Sachen, die man hier erleben kann, die anderen Kultur und den anderen Menschen &#8211; sei es auch nur deren Aussehen. Gerade Leute, die nur als Reise Japan oberfl\u00e4chlich erleben konnten, haben diese Vorstellung von Japan.<br \/>\nAber in Wirklichkeit &#8211; wie das auch schon so viele vor mir gesagt haben &#8211; ist der Alltag in Japan auch nicht viel anders als in Deutschland. Oder wie der Spruch, der oft an meiner Fachhochschule im sehr beschaulichen Furtwangen (im Schwarzwald) gesagt wurde: &#8222;Furtwangen ist das, was man daraus macht&#8220;. Dieser Satz trifft auf jeden Ort zu, an dem man sich befindet bzw. lebt \u00a0&#8211; alles abh\u00e4ngig vom Geld, der Zeit und der Motivation.<\/p>\n<p>So, nun genug geschwafelt! Der Grund f\u00fcr diesen Beitrag war etwas, das ich heute fr\u00fch um 6:20 Uhr erlebt habe. Was k\u00f6nnte das wohl sein?<br \/>\nIn letzter Zeit wache ich \u00f6fters mal mitten in der Nacht oder eben am fr\u00fchen Morgen auf, um dann auf die Uhr zu schauen und dann m\u00f6glichst lange zu schlafen, bis der Wecker mir das Startsignal zum Aufstehen gibt.<br \/>\nDiesmal war es ein wenig anders. Aufgewacht bin ich wieder aus irgendeinem Grund. Und nur wenig sp\u00e4ter h\u00f6rte ich ein paar Ger\u00e4usche, die sich so anh\u00f6rten, als w\u00e4re jemand in unserer K\u00fcche unterwegs. Nur wenige Sekunden sp\u00e4ter wurde dieser Gedanke widerlegt und durch die sichere Gewissheit &#8222;Erdbeben&#8220; \u00a0ersetzt. Pl\u00f6tzlich fing alles an zu wackeln. Da ich ein halbes Jahr in Tokio gewohnt habe und ich dort fast jede Woche ein Erdbeben erlebt habe, bin ich nicht sofort in Panik geraten. Aber nach mehr als vier Jahren ohne ein Erdbeben hatte ich dann doch ein komisches Gef\u00fchl. Ich lag in meinem Bett und wartete darauf, dass der Erdbeben entweder st\u00e4rker oder aufh\u00f6ren w\u00fcrde. Zum Gl\u00fcck tat es nach ca. einer Minute das letztere. Meine bessere H\u00e4lfte dagegen verweilte weiterhin im Land der Tr\u00e4ume.<br \/>\nAuch ich versuchte noch einmal ein wenig Schlaf nachzuholen. Schlie\u00dflich hatte ich noch knapp 80 Minuten, bis mich der Wecker endg\u00fcltig aus dem Schlaf rei\u00dfen sollte.<\/p>\n<p><strong>Wort des Tages:<\/strong> \u5730\u9707 (jishin = Erdbeben)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manch einer denkt sich vielleicht, dass ich nach meinem letzten Beitrag nach Kobe gefahren bin, die Currywurst probiert habe und danach einen qualvollen Tod gestorben bin. 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