{"id":707,"date":"2011-02-22T12:48:42","date_gmt":"2011-02-22T10:48:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/?p=707"},"modified":"2011-02-23T12:49:24","modified_gmt":"2011-02-23T10:49:24","slug":"gesundheitscheck","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.magnifiq.net\/japan\/2011\/02\/gesundheitscheck\/","title":{"rendered":"Gesundheitscheck"},"content":{"rendered":"<p>Heute bin ich zum ersten Mal zu einem Gesundheitscheck gegangen.<br \/>\nViele, wenn nicht sogar die meisten, Arbeitgeber hier in Japan bezahlen schicken ihre Mitarbeiter j\u00e4hrlich zu so einer Untersuchung. Leider geh\u00f6rt mein Arbeitgeber nicht dazu&#8230; Von daher habe ich mich bis jetzt noch nicht auf irgendwelche gesundheitlichen Probleme untersuchen lassen.\u00a0Aber nach ein paar famili\u00e4ren Vorf\u00e4llen, dachte ich mir, dass es besser w\u00e4re, mich ab diesem Jahr regelm\u00e4\u00dfig einem solchen Test unterziehen zu lassen.<br \/>\nHeute war es nun so weit. Um 8:20 Uhr war ich im nahe gelegenen Krankenhaus. Dort musste ich mich dann umziehen und gleich mal die Toilette zur Urinabnahme begeben. Anschlie\u00dfend wurde mein Gewicht und meine Gr\u00f6\u00dfe gemessen und nebenbei noch drei Blutproben entnommen. Komischerweise habe ich mich am meisten vor der Messung meiner K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe gef\u00fcrchtet. Die letzte offizielle Messung liegt nun mittlerweile fast 15 Jahre zur\u00fcck. Damals, mit 16 Jahren, \u00fcberragte ich mit 180,6cm knapp die magische Grenze.<br \/>\nIn letzter Zeit habe ich \u00f6fters zu h\u00f6ren bekommen, dass ich keine 1,80m sei. Und &#8211; auch wenn es ein Tick von mir ist &#8211; ist es f\u00fcr mich sehr wichtig, eben nicht darunter zu liegen. Zu meiner \u00dcberraschung bin nach meinem 16. Lebensjahr anscheinend doch noch einmal minimal gewachsen. Denn die heutige Messung \u00a0stolze 181,4cm \ud83d\ude09 Und nun ist die damals leicht aufgerundete Angabe im Personalausweis gerechtfertigt \ud83d\ude09 Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass Ich normalerweise nicht in einer so gestreckten K\u00f6rperhaltung durch die Stra\u00dfen Osakas umherschweife.<\/p>\n<p>Nach diesen ersten Tests ging es zum R\u00f6ntgen, was im Nu vonstatten ging. Anschlie\u00dfend waren die Augen dran. Den Anweisungen der netten Krankenschwestern konnte ich zwar folgen, aber deren Erkl\u00e4rungen zu den einzelnen Tests nicht immer. So war es f\u00fcr mich ein kleiner Schock, als mich pl\u00f6tzlich ein Luftsto\u00df ins Auge zum Zucken brachte. Danach ging dann die gro\u00dfe Raterunde los. In welcher Richtung ist das gro\u00dfe C ge\u00f6ffnet. Anscheinend sind meine Augen, besonders mein linkes Auge, noch recht gut. Eine Brille ist also immer noch nicht von N\u00f6ten. Mit ca. 18 Jahren hatte ich zwar mal eine, aber die hat recht schnell das Zeitliche gesegnet, nachdem ich mich aus Versehen auf sie gesetzt habe. Sachen passieren&#8230;<\/p>\n<p>Weiter ging es in die dritte Etage, wo meine Nieren und andere Organe in der N\u00e4he via Ultraschall und mein Lungenvolumen etc. untersucht wurde. Danach stand die eigentlich unangenehmste Untersuchung an: Mein Magen und die Speiser\u00f6hre wurden auf ihre Funktionst\u00fcchtigkeit untersucht. Dazu musste ich zu erst ein sehr saures Pulver schlucken, das in Verbindung mit Wasser in meinem Magen richtig zu sprudeln begann. Ich sollte dann versuchen, die R\u00fclpser zu unterdr\u00fccken, was gar nicht mal so einfach war. Neben diesem Pulver musste ich noch eine dickfl\u00fcssige, wei\u00dfe Fl\u00fcssigkeit zu mir nehmen, die nicht gerade besonders lecker war. Anschlie\u00dfend wurde ich dann auf einer Trage in alle m\u00f6glichen Himmelsrichtungen bewegt, was meinem Wohlbefinden, nachdem ich diese komischen Sachen trinken musste, nicht gerade gut tat.<\/p>\n<p>Nachdem das auch vorbei war, kamen noch meine Ohren dran. Dazu musste ich mich mich in einen kleinen abgeschirmten Raum setzen. Nun wartete ich auf das Startzeichen der Krankenschwester. Aber die machte keine Anstalten. Ich h\u00f6rte mittlerweile einen sehr leisen, hohen Ton, dachte aber, dass der von au\u00dfen kommen k\u00f6nnte. Pl\u00f6tzlich machte es Klick bei mir. Der Test hatte also sofort angefangen. Sehr sp\u00e4t, aber anscheinend nicht zu sp\u00e4t, reagierte ich nun endlich. Trotzdem d\u00fcrfte meine versp\u00e4tete Reaktion das Ergebnis ein wenig nach unten gezogen haben.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich, nach knapp zweieinhalb Stunden durfte ich mich an den Anfangsort begeben, mich umziehen und mich dann noch einem letzten (Augen)test unterziehen lassen. Jetzt, nachdem die Tortur vorbei war, bekam ich endlich mein Essen, worauf ich den ganzen Vormittag gefreut hatte: ein Schinken-K\u00e4se-Sandwich, Maissuppe, Obst und Apfelsaft. F\u00fcr umgerechnet ca. 125 Euro (inklusive Untersuchung) war das gar nicht mal so schlecht \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Kurz nachdem ich mich halbwegs satt gegessen hatte, wurde ich noch zum Arzt kommandiert, der mir dann im Schnelldurchlauf das Ergebnis sagte. Insgesamt war alles soweit in Ordnung. Ein paar Blutwerte waren ein wenig zu hoch bzw. zu niedrig. Ansonsten gab es noch zwei Sachen, auf die ich in Zukunft mal aufpassen sollte. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den Test im n\u00e4chsten Jahr \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>Wort des Tages:<\/strong> \u4eba\u9593\u30c9\u30c3\u30af (ningendokku = gr\u00fcndliche Gesundheitsuntersuchung im Krankenhaus (w\u00f6rtlich: &#8222;Dock f\u00fcr Menschen&#8220;)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute bin ich zum ersten Mal zu einem Gesundheitscheck gegangen. Viele, wenn nicht sogar die meisten, Arbeitgeber hier in Japan bezahlen schicken ihre Mitarbeiter j\u00e4hrlich zu so einer Untersuchung. 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