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Japanerin steht wegen virtuellen “Mordes” vor einer Haftstrafe

Wie die englische Zeitung “The Guardian” berichtet, steht eine Japanerin vor einer Haftstrafe wegen der Ermordung ihres virtuellen Ehemannes im Onlinespiel Maple Story.

Weil sich ihr Ehegatte von ihr scheiden lassen wollte, wurde die 43-jährige Frau so wütend, dass sie sich in den Account ihres virtuellen Mannes einloggte und alle Daten löschte.

Sie wurde nun wegen illegalen Zugriffs auf einen Computer und der Manipulation von elektronischen Daten festgenommen. Ein Polizeisprecher aus Sapporo erzählte, dass sie sich im Mai diesen Jahres mit dem Benutzernamen und dem Passwort ihres Ehemannes ins Spiel einloggte und dort den virtuellen Mord vollzog.
Der Offizielle zitierte die Angeklage wie folgt: “Ich wurde plötzlich ohne ein Wort der Warnung geschieden. Das machte mich so wütend.”
Weiterhin sagte der Polizeisprecher, dass die Frau, die im wirklichen Leben eine Klavierlehrerin ist, keine Racheaktion im außerhalb der Online-Welt geplant hatte.

Die Frau wurde am Mittwoch festgenommen und von ihrem Wohnort Miyazaki in das knapp 1.000 km entfernte Sapporo überführt, wo ihr ehemaliger Online-Ehemann lebt. Noch wurde die Frau nicht bestraft, aber es erwartet sie entweder eine fünfjährige Haftstrafe oder eine Geldstrafe von mehr als 3.500 Euro, falls sie schuldig gesprochen wird.

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