Sakusaku Shittori Kinako
Womit hat es dieser komische Titel auf sich?
Wer regelmäßig bei meiner Seite vorbeischaut, kann es sich vielleicht schon denken. Es muss sich entweder um etwas zu essen oder zu trinken handeln. Und dieses Mal möchte ich über eine meiner Lieblingssüßigkeiten schreiben: さくさくしっとりきなこ Das sind kleine knusprige Snacks (ein besseres Wort fällt mir jetzt nicht ein), die mit einer Kinakoglasur überzogen sind.
Aber was ist eigentlich Kinako? Wer sich ein wenig in der japanischen Küche auskennt, der weiß, dass viele japanische Speisen irgendetwas mit Sojabohnen eine wichtige Rolle spielen. Es gibt zum Beispiel Sojasoße (醤油 = shōyu), die fast überall Verwendung findet, Nattō (納豆 = gegohrene Sojabohnen) und Tōfu (豆腐 = eine quarkähnliche Speise aus Sojabohnen).
Kinako (きな粉) ist Sojabohnenmehl, das aus gerösteten Sojabohnen hergestellt wird. Geschmacklich ist es Erdnussbutter recht ähnlich, nur eben viel gesünder. Es enthält neben Proteinen auch Vitamin B. Kinako wird natürlich nicht nur bei der heute vorgestellten Süßigkeit verwendet. Eine andere berühmte Speise ist Warabimochi (蕨もち), das ich auch sehr gern esse. Man kann es sogar für Getränke benutzen.
Die goldene Tüte habe ich schon vor langer Zeit im 99-Yen Laden erspäht, aber damals wusste ich nicht genau, was ich davon halten soll. Außerdem klang Kinako so ähnlich wie Kinoko (キノコ = Pilz). Ich esse Pilze nicht gern. Also habe ich lange Zeit kein Interesse dafür gehegt. Als ich dann zu Neujahr auf der Insel Kyushu, genauer gesagt, in der Stadt Kumamoto war, bekam ich auf einem kleinen Fest noch warmes, handgemachtes Warabi mochi. Das hat mir so gut geschmeckt, dass ich dann also doch wieder daheim zur Tüte griff.
Ich konnte davon nicht genug bekommen und habe in den nächsten Tagen noch mehrere Male das Zeugs verschlungen. Als ich im März nach Berlin fuhr, habe ich meiner Familie und Freunden Shittori Kinako als Souvenir mitgenommen. Allen hat es sehr gut geschmeckt. Besonders meine Schwester ist jetzt verrückt danach. Ich musste ihr schon 9 Tüten schicken. Letztens habe ich dann noch einmal 16 Tüten auf den Weg nach Deutschland geschickt. Ich denke mal, dass auch diese in Kürze aufgegessen sind und ich dann erneut die Hilfeschreie meiner Schwester anhören muss
Also wenn ihr mal in Japan seid und an einem 99-Yen Shop vorbeikommt, solltet ihr die 99 (+ 5 Yen Mehrwertsteuer) investieren und es probieren. Es lohnt sich
Wort des Tages: さくさく (sakusaku = Knusprigkeit, Knirschen)
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- Datum: 08. August 2009
- Kategorie: Essen&Trinken
- Kommentare: Siehe unten
- Wörter: 385


Jetzt hab ich Hunger.
hi steffel, dein schwesterchen hat mir 4 tüten abgegeben. leider ist von denen nur noch eine tüte “am Leben”
das zeug ist mörderisch lecker – oishi-
lieben gruß von mutz