Was von den Ohren
Wie einige von euch wissen, drücke ich seit knapp einem Monat wieder die Schulbank. Jeden Morgen fahre ich knapp eine halbe Stunde mit dem Fahrrad zur Sprachschule, um dort für drei Stunden Japanisch zu pauken, denn im Dezember werde ich – soweit das mit der Anmeldung ordentlich geklappt hat – den JLPT (Japanese Language Profiency Test) ablegen.
Natürlich werden im Unterricht nicht nur stur Grammatik und Kanjis gelernt, sondern auch viel gesprochen. Neulich, als ich wieder mal ein paar Minuten zu spät zum Unterricht kam, sprachen die anderen beiden Teilnehmerinnen gerade über UFOs und Außerirdische. Aber irgendwie schweifte das Gespräch immer weiter ab. Plötzlich sprachen wir über etwas, was in unseren Ohren produziert wird, für viele als lästig empfunden wird und doch eine nützliche Funktion hat: Ohrenschmalz.
Das ist nämlich bei den meisten Ostasiaten ganz anders als bei Europäern, Amerikanern oder Afrikanern. Während Ohrenschmalz bei mir als Europäer eher klebrig und orange bis bräunlich ist, ist er bei Japanern gelblich und trocken. Das alles ist auf unsere Gene zurückzuführen, genauer gesagt, auf das Gen mit der schönen Bezeichnung ABCC11.
Wissenschaftler sollen auch festgestellt haben, dass feuchter Ohrenschmalz in Kombination mit starkem Schweißgeruch auf Brustkrebs bei Frauen hinweisen kann. Das klingt vielleicht ein wenig absurd, aber ich habe es bei meiner kleinen Recherche in mehreren Quellen lesen können.
Viele von uns versuchen u.a. mit Wattestäbchen die Ohren zu reinigen. Das ist aber im Normalfall eigentlich unnötig, da das Ohrenschmalz mit der Zeit von selbst aus dem Ohr fällt. Natürlich ist es nicht schön, wenn das gerade bei einem wichtigen Geschäftsessen oder bei einem Date mit der/dem Liebsten geschieht.
In Japan sind so genannte 耳ã‹ã (mimikaki) sehr beliebt. Das sind kleine Stäbchen, die an einem Ende einen kleinen Schaber haben, mit dem man – im Fall der meisten Ostasiaten – den krümeligen Schmalz bequem aus den Ohren entfernen kann. Am anderen Ende befindet sich oft irgendein Figürchen, Pompon oder dergleichen (Siehe Bild).
Doch auch das Reinigen der Ohren ist nicht ungefährlich. Dabei ist es egal, ob es sich um Wattestäbchen oder Mimikaki handelt. Bei unvorsichtiger Anwendung könnte sich das Ohrenschmalz tief im Ohr festsetzen oder sogar das Trommelfell beschädigt werden. Von daher gilt beim Ohrenreinigen auch hier: Finger weg vom Alkohol!
Wort des Tages: 耳垢 (mimiaka = Ohrenschmalz)
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- Datum: 16. Oktober 2009
- Kategorie: Japan allgemein
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- Wörter: 370


Ich finde es immer wieder interessant etwas über körperliche Unterschiede zwischen Asiaten und Westlern zu erfahren. Die Körpertemperatur ist ja auch etwas unterschiedlich wie ich aus eigener Erfahrung scon feststellen durfte
Welches Level wirst du denn machen?
Ich habe neulich spaßeshalber mal einen Probetest (aus dem Jahr 2007) gemacht. Level 2. Hab überraschenderweise mit 76% bestanden. Habe mich jedoch dieses Jahr nicht angemeldet. Keine Zeit. Werde wohl den 2er im Juli machen und versuche mich evtl. nächsten Dezember am 1er *träum*
Ich wünsch dir viel Glück
Ich wünschte hier wäre eine Sprachschule in der Nähe … blödes Inaka!!! *grummel*
Ja, solche, körperlichen Unterschiede sind wirklich interessant. Auch die Schweißbildung scheint teilweise ganz anders sein. Manche Japaner scheinen kaum zu schwitzen und frieren jetzt, wo es noch angenehm frisch ist
Ich werde den 2kyuu versuchen, aber ich denke nicht, dass ich es schaffen werde. Aber wer weiß. Vielleicht ist es nur mein fehlendes Selbstvertrauen
Nächstes Jahr soll der 2kyuu vielleicht schwerer werden. Das habe ich zumindest gehört.
Den 1kyuu würde ich natürlich auch gerne im nächsten Jahr in Angriff nehmen
Es gibt übrigens auch den so genannten J-Test. Der ist so ähnlich aufgebaut wie der TOEIC, aber eben für Japanisch. Den werde ich im März schreiben
Ich friere auch sehr leicht und schwitze dafür so gut wie nie … aber hier in Japan ist doch alles anders! *g*
Mich würde interessieren, wie der J-Test so abläuft und was genau da alles abgefragt wird etc.
Wenn du dich dem Test unterzogen hast, wäre es nett, wenn du darüber einen Blogeintrag schreiben könntest *wink wink* ;P
hi steffel, das ist ja echt ein bisschen eklig, was du da schreibst

ach ja, der schmalz ist ja eigentlich sächlichen geschlechts und sollte das schmalz heißen. vielleicht kannste das ja ändern
*knuddel*