Archiv für Januar 2010
Maneki Neko
Wer schon mal in Japan war, wird sie mit großer Sicherheit schon mal gesehen haben. Es gibt sie in den verschiedensten Größen, bestehen zumeist aus Porzellan oder aus Keramik und sind nicht nur aufgrund ihres niedlichen Aussehens beliebte Glücksbringer in ganz Japan. Die Rede ist von den Maneki Neko (招き猫), den herbeiwinkenden Katzen.
Besonders vor Restaurants und vielen anderen Geschäften kann man sie anfinden, denn japanische Geschäftsleute sind recht abergläubisch. Aber Maneki Neko sind nicht nur bei Geschäftsleuten beliebt, sondern erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit. Man kann sie in vielen Souvenirläden kaufen. Es gibt sogar spezielle Maneki Neko – Geschäfte wie ihr auf dem Foto sehen könnt, das ich in Kurashiki (Okayama) aufgenommen habe.
Das Besondere an der Maneki Neko
Maneki Neko heben die rechte oder linke Pfote. Es soll auch Katzen geben, die beide Pfoten angehoben haben. Ist die rechte Pfote angehoben, soll sie Wohlstand bringen. Hebt sie dagegen die linke Pfote, soll sie dem Geschäft mehr Besucher bringen. Je höher die Katze die Pfote hebt, desto größer ihre die Wirkung.
Die niedlichen Glücksbringer gibt es in verschiedenen Farben, die alle eine jeweils andere Bedeutung haben. Weiße Maneki Neko sind wohl am häufigsten zu finden. Weiß steht für die Reinheit. Auch goldene Katzen sieht man oft und sollen ihrem Besitzer mehr Wohlstand bringen. Schwarze Katzen schützen gegen das Böse.
Geschichte der Maneki Neko
Maneki Neko gibt es ungefähr seit dem Ende der Edo-Zeit (1603-1867), wobei sie erstmals um 1870 offiziell erwähnt wurden. Der genaue Ursprung der Maneki Neko ist nicht ganz geklärt und es gibt dazu viele Geschichten und Legenden.
Die wohl bekannteste ist die der Tempelkatze Tama. Ihr Besitzer, ein armer Priester und sie lebten in einem heruntergekommenden Tempel in Setagaya nahe Tokio.
Eines Tages versuchte sich der Fürst Naotaka Ii aus Hikone sich unter einem großen Baum in der Nähe des Tempels vor einem heftigen Unwetter zu schützen. Während er unter dem Baum ausharrte, sah er die Katze am Eingangstor des Tempel sitzen. Sie winkte ihm mit ihrer Pfote zu sich. Zu seinem Glück folgte der Fürst dieser Einladung. Denn als er zum Eingangstor gelangte, schlug ein großer Blitz in die Stelle ein, wo er zuvor gewartet hatte.
Der wohlhabende Fürst und der Priester wurden Freunde und der machte den Tempel zu seiner Familienweihstätte “Gōtokuji” und brachte somit dem Tempel großen Wohlstand. Seit dem ist auch die winkende Katze ein Symbol für Glück und Wohlstand.
Wort des Tages: 縁起物 (engimono = Glücksbringer; Maskottchen)
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- Datum: 31. Januar 2010
- Kategorie: Japan allgemein
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