Reise nach Shikoku
Steffel | 29. Dezember 2009 | 2.472 mal gelesenAm letzten Wochenende fuhren wir zu sechst mit dem Zug auf die kleinste der vier Hauptinseln Japans – Shikoku, die durch eine recht lange Brücke mit der größten Insel Honshu verbunden ist. Zurzeit gibt kann man ein besonderes Ticket kaufen, das für einen Tag gilt und mit dem man für nur ungefähr 2.200 Yen quer durch Japan fahren kann. Allerdings ist man auf die Züge der Bahngesellschaft JR angewiesen. Den Shinkansen darf man damit leider nicht benutzen. Aber das wäre auch zu viel des Guten ![]()
Verabredet hatten wir uns um 7:30 Uhr, denn unser Zug fuhr angeblich 10 Minuten später. Yuko fand aber noch heraus, dass wir auch mit einem späteren Zug nehmen konnten, der kurz nach 8:00 Uhr abfuhr. Somit hatten die eventuellen Zuspätkommer noch etwas mehr Zeit doch noch rechtzeitig zum Treffpunkt zu gelangen. Doch leider gab es eine Schlafmütze, deren Namen ich jetzt nicht erwähnen möchte, die trotz der nun späteren Abfahrt den Reiseplan komplett auf den Kopf stellte
Gegen 7:45 Uhr erreichte uns die Mail, dass diejenige Person gerade erst aufgestanden sei und sich sofort auf den Weg mache. Doch es sollte noch über eine halbe Stunde dauern, bis wir endlich vollzählig waren. Als Entschuldigung spendierte uns die Schlafmütze ein kleines Frühstück im Bahnhofscafé. ![]()
Anstatt einen Abstecher nach Naoshima zu machen, fuhren wir über Kurashiki nach Takamatsu (Shikoku). Kurashiki ist eine kleine alte Händlerstadt die bekannt für ihre alten Häuser ist.
Am späten Nachmittag erreichten wir Takamatsu. Dort aßen wir erstmal Udon. Udon sind dicke Nudeln aus Weizenmehl und eine Spezialität von Shikoku. Anschließend ruhten wir uns kurz im Hotel aus und machten danach einen kleinen Spaziergang durch die Stadt, die eigentlich keine sehr großartigen Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Unterwegs füllten wir unsere Mägen noch einmal mit Udon. Wenn man schon mal auf Shikoku ist, sollte man auch die bekanntesten Udon-Läden abklappern! Allerdings blieb unsere Schlafmütze im Hotel und ruhte sich von der anstrengenden Zugfahrt aus
Am nächsten Tag brachen wir früh auf. Bevor es mit der Fähre nach Naoshima ging, besuchten wir das nächste Udon-Geschäft. Die Fahrt auf der Fähre dauerte knapp eine Stunde. Bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen um die 15 Grad genossen war die Fahrt sehr kurzweilig.
Auf Naoshima angekommen, liehen wir uns Fahrräder aus und starteten unsere Rundreise auf dieser kleinen, aber wunderschönen Insel. Bei einem Café, das umgeben war von einem schönen japanischen Garten, machten wir Zwischenhalt. Mit Maquis-chan schmiedete ich den Plan, irgendwann auch so ein Café und einen Fahrradverleih auf dieser Insel zu eröffnen. Vielleicht wird das ja mal irgendwann wirklich in die Tat umgesetzt. Träumen darf man ja ![]()
Nun teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Während die beiden Frauen unbedingt eines der teuren Museen besuchen wollten, fuhren wir vier Männer mit dem Fahrrad einmal um die Insel herum. Dabei kamen wir an vielen sehr schönen Häusern, Skulpturen und Stränden vorbei. Auf fast leeren Straßen genossen wir für mehrere Stunden die Freiheit in der Natur. Leider verging die Zeit viel zu schnell. Und so mussten wir viel zu früh zum Fahrradverleih, um unsere geliehenen Drahtesel zurückzugeben.
Beim Verleih gab es auch ein kleines Restaurant. Dort nahmen wir unser Abendessen zu uns und spielten ein paar Runden Skat. Fast hätten wir unsere Fähre verpasst, aber mit Ach und Krach und einem Quäntchen Glück erreichten wir sie doch noch. Gegen 22 Uhr kamen wir schließlich in Osaka an. Es war schon ein kleiner Schock, wieder in einer mit Menschen überfüllten Stadt zu sein.
Die Reise war wirklich sehr sehr schön und ich werde im nächsten Jahr wahrscheinlich wieder einen kleinen Abstecher nach Shikoku machen.
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PS: Mehr Bilder gibt es auf Anfrage
Wort des Tages: 寝過ごす (nesugosu = verschlafen)





